1899 verpasst in Freiburg Sprung auf Rang drei

Freiburg – Im badischen Duell um die Europapokal-Plätze hat 1899 Hoffenheim den Sprung auf einen direkten Champions-League-Platz verpasst. In einem temporeichen Derby beim SC Freiburg kam das Team von Trainer Julian Nagelsmann nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus.

Maximilian Philipp (56. Minute) hatte die Gastgeber nach dem Seitenwechsel per Nachschuss nach seinem parierten Foulelfmeter in Führung gebracht. Andrej Kramaric (60.) gelang vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion der schnelle Ausgleich.

Damit bleibt die TSG auf dem vierten Platz der Fußball-Bundesliga und nutzte den Patzer vom drittplatzierten BVB aus Dortmund nicht aus, der bei Hertha BSC mit 1:2 verlor. Die Freiburger bleiben dicht am sechsten Platz dran, der am Ende der Spielzeit zur Teilnahme an der Europa League berechtigen würde.

Dass beide Teams zu den laufstärksten der Bundesliga zählen, stellten sie von Beginn an unter Beweis. Die Partie war zunächst arm an Chancen, weil sich Freiburg und Hoffenheim durch aggressives Pressing meist schon im Mittelfeld egalisierten. Den etwas entschlosseneren Eindruck machten dabei die Gäste – vielleicht auch, weil der SC zunächst freiwillig auf seinen Topscorer verzichtete.

Trainer Christian Streich hatte Flügelstürmer Vincenzo Grifo erstmals in dieser Saison nicht in die Startelf beordert. Stattdessen kehrte Philipp nach seiner Sperre zurück ins Team, doch vor allem die Standardqualitäten Grifos fehlten dem SC im ersten Durchgang.

Stattdessen drängte das Team von Trainer Julian Nagelsmann die Gastgeber immer stärker in die eigene Hälfte. Die erste große Chance der Partie hatte Gäste-Stürmer Kramaric (25.) per Freistoß. Zwar setzte er den Ball zunächst in die Mauer, den Abpraller nahm der Kroate dann aber volley – scheiterte nach einem Reflex von Torhüter Alexander Schwolow aber an der Latte.

Bis auf die taktische Flexibilität und große Laufbereitschaft ließen beide Teams zunächst aber die entscheidenden Qualitäten für Europa vermissen. Hoffenheim fehlte es gegen die kompakt verteidigenden Freiburger an Entschlossenheit im Abschluss, die Gastgeber wirkten dagegen im Spielaufbau ideenlos – was vielleicht auch an der Nicht-Berücksichtigung Grifos lag, der erst nach 70 Minuten eingewechselt wurde.

Doch schon kurz nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein auch in der Offensive attraktives Spiel. Hoffenheims Verteidiger Kevin Vogt konnte ein Solo von Florian Niederlechner im Strafraum nur mit einer Grätsche stoppen, weshalb Schiedsrichter Wolfgang Stark zurecht und sofort auf den Elfmeterpunkt zeigte. Von dort scheiterte Philipp zwar zunächst am stark reagierenden Baumann, versenkte den Abpraller aber im Netz zur Führung – die indes nur drei Minuten hielt.

Denn auf der Gegenseite attackierten die Freiburger den starken Kramaric nicht entschlossen genug, so dass diesem ein herrlicher Treffer aus rund 16 Metern in den Winkel gelang.

Fotocredits: Patrick Seeger
(dpa)

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