Ab 17.09.2015 in der Tate Modern Galerie, London: The EY Ausstellung „The World goes Pop“

Ab 17.09.2015 in der Tate Modern Galerie, London: The EY Ausstellung „The World goes Pop“Ab September kann man im Londoner Tate Modern eine Ausstellung besuchen, die einem neue Sichtweisen auf die Pop Art der Sechziger und Siebziger des letzten Jahrhunderts ermöglicht.


Pop Art und ihr Echo in der Welt

Pop Art wird generell als eine anglo-amerikanische Kunstströmung betrachtet, die als Reaktion auf die US-Konsumgesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg verstanden und mit bekannten Namen wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein assoziiert wird. Dabei wird oft übersehen, dass Pop Art nicht nur als künstlerische Reaktion auf die Konsumwelt der Nachkriegszeit, sondern oft auch als subversive Konsumkritik verstanden werden kann. Dies ist ein Aspekt der Ausstellung, die rund 160 Werke aus den Sechzigern und Siebzigern des letzten Jahrhunderts zusammengetragen hat – viele davon sind das erste Mal in Großbritannien zu sehen.

Pop Art als Reaktion

Als Antwort auf die Markt- und Mediendominanz Nachkriegsamerikas wurde die Pop Art in vielen Ländern und Gesellschaften zum Ausdruck einer ästhetischen und politischen Opposition. Die Ausstellung „The World goes Pop“ will zeigen, wie viele Pop-Art-Künstler die starke visuelle Kraft und die vordergründige Anpassung an den Massengeschmack nutzten, um subtile Kapitalismuskritik zu transportieren. Als gute Beispiele hierfür können zwei Exponate der Ausstellung genannt werden: die Anti-Kriegs-Skulptur „Bombs in Love“ der Österreicherin Kiki Kogelnik aus dem Jahr 1962 und die veränderten Firmenlogos des Kroaten Boris Bućan.

Nicht nur US-Ikonen als Motive

Pop Art wird meistens mit kommerziellen Motiven und Ikonen aus der Populärkultur assoziiert, aber internationale Künstler zeigt auch gern die anonymisierte Masse als Kontrast zu amerikanischen Symbolen wie Marylin Monroe oder Elvis Presley. Wiederum andere Künstler nutzten die Ästhetik der Pop Art, um landeseigende künstlerische Tradition mit ihr zu vereinen. Ein besonders gutes Beispiel hierfür sind die Arbeiten des Japaners Ushio Shinohara, der in den Sechzigern Motive auf Drucken aus dem 19. Jahrhundert im Pop-Art-Stil verjüngt hat. Auch sie sind in der Tate Modern ab September zu sehen.

The Tate Modern, London
Die EY Ausstellung: „The World Goes Pop“
17. September 2015 bis 24. Januar 2016
10.00 – 18:00
Bankside
London SE1 9TG
United Kingdom

Img: Fotolia, 24330080, GP

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