Altstädter Rathaus in Prag verschwindet hinter Gerüst

Prag – Das Altstädter Rathaus in Prag, eine der wichtigsten Touristen-Attraktionen der tschechischen Hauptstadt, verschwindet hinter einem Gerüst. Nun rückten die Bauarbeiter an, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert mit seinem 70 Meter hohen Turm werde von Grund auf restauriert – vom Dach bis zum Straßenpflaster. Die Arbeiten sollen bis September 2018 beendet sein, rechtzeitig zum 100. Jubiläum der Gründung der unabhängigen Tschechoslowakei am 28. Oktober 1918.

Einen kleinen Trost gibt es für alle Prag-Besucher: Die berühmte Rathausuhr aus dem Jahr 1410 bleibt noch bis Januar 2018 sichtbar und funktionstüchtig. Erst dann soll die astronomische Uhr, vor der sich zu jeder vollen Stunden Menschenmassen versammeln, für rund fünf Monate zur Überholung in die Werkstatt. Dabei wird auch eine neue Kopie des Kalenderblatts erstellt – das Original des Künstlers Josef Manes (1820-1871) befindet sich im Stadtmuseum.

Bei einem Brand am Ende des Zweiten Weltkriegs war das im gotischen Stil errichtete Altstädter Rathaus schwer beschädigt worden. Vieles wurde daraufhin nur notdürftig instandgesetzt. «Wir wollen das Rathaus originalgetreu in den Vorkriegszustand zurückversetzen», sagte Gemeinderat Jan Wolf nun. Die Gesamtkosten der Restaurierung belaufen sich auf mindestens 1,8 Millionen Euro.

Fotocredits: Wolfgang Thieme
(dpa)

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