Bayern jubeln nach Last-Minute-Toren

Ingolstadt – Zwei Last-Minute-Treffer haben dem FC Bayern München doch noch eine gelungene Champions-League-Generalprobe und einen großen Sieg im Titelkampf der Fußball-Bundesliga beschert.

Beim lange mauen 2:0 (0:0) des deutschen Rekordmeisters im oberbayerischen Derby beim Abstiegskandidaten FC Ingolstadt traf zunächst Arturo Vidal in der 90. Minute. Der eingewechselte Arjen Robben legte in der Nachspielzeit nach. Die lange spielerisch enttäuschenden Bayern konnten wegen eines weiteren Ausrutschers von Aufsteiger RB Leipzig den Vorsprung auf den Tabellenzweiten auf sieben Punkte ausbauen.

Einem Tor ganz nahe kamen die Bayern lange Zeit eigentlich nur, wenn vor 15 200 Zuschauern Robert Lewandowski in Aktion trat. Der stets gefährliche Pole knallte den Ball in der 83. Spielminute aus der Distanz ans Lattenkreuz – Zentimeter fehlten nicht nur in dieser Szene. Die engagiert und kollektiv verteidigenden Ingolstädter verpassten im Abstiegskampf den Gewinn eines wertvollen Punktes.

Mit einem massierten Mittelfeld ohne klassische Flügelstürmer wie Arjen Robben und Douglas Costa, die zunächst auf der Bank saßen, suchte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti in Ingolstadt den Erfolg. Auf dem schwer zu bespielenden Rasen blieben gelungene Ballstafetten jedoch Mangelware. Den Münchner Stars fiel wenig ein, vieles blieb Stückwerk gegen einen gut organisierten und kampfstarken Gegner.

Nur einen echten Aufreger gab es bis zum Pausenpfiff. Nach einem langen Ball von Xabi Alonso überlupfte Torjäger Robert Lewandowski den herausstürzenden Torwart Marin Hansen. Doch FCI-Kapitän Marvin Matip konnten mit höchsten Einsatz kurz vor der Torlinie klären und damit das 0:1 verhindern (20.).

Zwei Schussversuche von Thiago (37./39.) komplettierten die sehr überschaubare Offensivausbeute der Bayern gegen eine Ingolstädter Abwehr, in der Afrika-Cup-Heimkehrer Marcel Tisserand zentral für den Brasilianer Roger verteidigte. Der hinten aufmerksame Tisserand sorgte auch vorne für die gefährlichste Aktion des Außenseiters mit einem Kopfball nach einem Freistoß von Markus Suttner (39.).

Gleich nach dem Seitenwechsel hatte Thomas Müller den Torjubel schon auf den Lippen. Aber das zweite Saisontor des Nationalspielers verhinderte Ingolstadts Außenverteidiger Florent Hadergjonaj, der den leicht abgeblockten Schuss von der Torlinie kratzen konnte (47.).

Die Bayern investierten jetzt zumindest mehr. Und Ancelotti wechselte erst Costa (64.) und dann auch noch Robben (74.) ein. Das offensive Nachlegen entfaltete mit den späten Toren von Vidal auf Flanke von Müller und einem Schuss von Robben seine Wirkung.

Fotocredits: Daniel Karmann
(dpa)

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