Bei Schminke für Narren ist Qualität keine Preisfrage

Köln – Schminke für den Karneval setzt sich dick auf die Hautporen. Vor allem Menschen mit sensibler Haut und Kinder bekommen dadurch leicht Probleme. Narren sollten daher vor allem bei bereits bekannten Allergien die Liste der Inhaltsstoffe genau prüfen.

Außerdem sollten sie sich nicht auf Aussagen der Hersteller wie «dermatologisch getestet» verlassen, rät Greta Dau, Lebensmittelchemikerin vom Tüv Rheinland. Damit sei die Hautverträglichkeit nicht zwangsläufig gewähr leistet. Außerdem werde nicht erwähnt, ob der Test gut verlaufen ist. Ebenso wenig sei der Preis ein Zeichen für Qualität.

Inhaltsstoffe müssen genannt werden

Was können Narren dann tun? Die Liste der Inhaltsstoffe befindet sich in der Regel auf der Verpackung. Ist die Verpackung zu klein für die Angaben muss der Händler die Informationen am Verkaufsregal bereitstellen. Ansonsten sollten Verbraucher im Geschäft fragen.

Aber: Was in den Produkten steckt, wird Laien beim ersten Blick auf die Liste oft nicht verständlich, denn es handelt sich um chemische Bezeichnungen. Nachschlagen lassen sich diese in der sogenannten INCI-Liste (International Nomenclature Cosmetic Ingredients). Das Register listet die häufigsten in kosmetischen Mitteln verwendeten Stoffe sowie ihre Wirkung auf. Das Portal
Haut.de bietet eine Übersicht.

Haut muss vorbereitet werden

Außerdem ist es wichtig, die Haut gut auf den Tag oder die Partynacht unter Schminke vorzubereiten. Expertin Dau empfiehlt, die Haut zunächst gründlich zu reinigen und als Grundierung eine fettige Creme aufzutragen.

Zum Entfernen reicht Wasser, wenn die Schminke wasserbasiert ist – ob das der Fall ist, steht auf der Verpackung. Für fettbasierte Produkte benötigt man Reinigungsöl und einen Wattebausch oder Pads.

Fotocredits: Christin Klose
(dpa/tmn)

(dpa)
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