Berufsunfähigkeit: Tipps zum Vertragsabschluss

Berufsunfähigkeit: Tipps zum Vertragsabschluss Experten raten dringend dazu, eine BUV abzuschließen. Nur mit dieser privaten Vorsorge sichern Sie sich finanziell für den Fall ab, dass sie aufgrund eines körperlichen Leidens oder einer psychischen Erkrankung Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Wirkungsvoll schützen Sie sich aber nur, wenn Sie einige Tipps beherzigen.

Damit die BU-Police tatsächlich schützt

Bevor Sie einen BU-Vertrag unterzeichnen, sollten Sie die Höhe der Versicherungssumme und die Laufzeit abwägen, bedeutende Klauseln ernst nehmen und einen ausführlichen Vergleich durchführen:

  • Höhe der BU-Rente: Die Rente sollte Ihren Lebensstandard garantieren, setzen Sie den Betrag nicht zu niedrig an. Zudem sollte sie dynamisch steigen, damit die Inflation nicht Ihre Kaufkraft schmälert.
  • Laufzeit: Vereinbaren Sie die Police am besten bis zum Rentenbeginn. Wollen Sie die Prämien nicht stemmen, versichern Sie sich gegen diese bedeutenden Lebensrisiken zumindest bis zum 60. Lebensjahr. Als Kompromiss können Sie sich für eine Laufzeit bis zum 60. Lebensjahr und eine Leistungsdauer bis zum Rentenbeginn entscheiden. Tritt die Berufsunfähigkeit vor dem 60. Lebensjahr ein, zahlt der Versicherer bis zum Ende der Leistungsdauer. Weitere Tipps finden Sie hier.

Klauseln und Angebotsvergleich

Bei BU-Policen handelt es sich um komplexe Konstrukte, bei denen die Versicherungsbedingungen einen genauen Blick lohnen. Zwei Punkten kommt besondere Bedeutung zu:

  • Keine abstrakte Verweisung im Vertrag: In den Bedingungen sollte sich keinesfalls die sogenannte abstrakte Verweisung finden. Bei einer solchen Regelung zahlt der Versicherer erst, wenn Betroffene überhaupt keinen Beruf mehr ausüben können. Ohne abstrakte Verweisung tritt der Versicherungsschutz dagegen ein, sobald Versicherte nicht mehr in ihrem angelernten Beruf arbeiten können.
  • Nachversicherungsgarantie: Viele schließen die BU-Police in jungen Jahren ab, später ändert sich ihre Lebenssituation. Sie heiraten zum Beispiel. Versicherte sollten sich dann nachversichern können, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung mit anschließend eventuell stark steigenden Prämien absolvieren zu müssen.

Last, but not least: Holen Sie bei möglichst vielen Versicherern Angebote ein, zum Beispiel über ein Vergleichsportal. Es existieren am Markt erhebliche Unterschiede beim Preis-Leistungs-Verhältnis.

Steuerliche Aspekte berücksichtigen

Wer sich gegen Berufsunfähigkeit versichern will, sollte sich auch mit der steuerlichen Absetzbarkeit beschäftigen: Alle, die mit einer Rürup-Rente für das Alter vorsorgen, sollten dies mit dem BU-Schutz kombinieren. Hierfür gewährt der Staat die größten Steuervorteile.

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