Biles Superstar: Eigenes Gym nach schwieriger Kindheit

Rio de Janeiro – Simone Biles könnte die erste Turnerin der Olympia-Geschichte werden, die fünf Goldmedaillen bei einer Auflage der Sommerspiele gewinnt.

Bislang führen Larissa Latynina (Sowjetunion), Agnes Keleti (Ungarn/beide 1956), Vera Caslavska (Tschechien/1968) und Ecaterina Szabo (Rumänien/1984) die Wertung an. Die 19-Jährige aus Spring in Texas hat in Rio im US-Team und im Mehrkampf so deutlich dominiert, dass ihr auch Titel am Balken, Sprung und Boden zugetraut werden.

Ihre frühe Kindheit war alles andere als schön. Sie wuchs in Pflegeheimen auf, ihre Mutter Shannon Biles war nach Drogen- und Alkohol-Konsum nicht in der Lage, Simone und ihre Schwester Adria aufzuziehen. Mit sechs Jahren adoptierte sie ihr Großvater Ronald. Der wohlhabende Texaner erzog sie mit seiner Frau Nellie wie die eigenen. Simone spricht ihn daher auch als Daddy an.

Ihm verdankt sie ihre Ausbildung, er ermöglichte ihr das Training in einem der besten, aber auch teuersten Gyms der Staaten. Für Aufsehen sorgte 2014 bei der WM im chinesischen Nanjing seine Motivation, ihr ein eigenes Gym zu schenken, wenn sie als Weltmeisterin nach Hause kommt. Insgesamt zehnmal hat sie das inzwischen geschafft.

Fotocredits: How Hwee Young
(dpa)

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