BSC Winterberg: Kiriasis hat Jamaika-Bob nicht besorgt

Pyeongchang – Im Dauerstreit zwischen dem jamaikanischen Bob-Verband und der Turin-Olympiasiegerin Sandra Kiriasis schaltet sich nun auch ihr ehemaliger Verein BSC Winterberg ein.

Die ehemalige Bobpilotin hatte zuletzt behauptet, der von Jamaika in Pyeongchang genutzte Bob sei von ihr angeleast und besorgt worden. Sie habe dafür einen gültigen Vertrag. Sogar eine einstweilige Verfügung ihres Anwalts sollte den Olympia-Start des Schlittens verhindern. Der BSC Winterberg erklärte in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Mail nun: «Frau Kiriasis hat den Bob für Jamaika nicht organisiert oder besorgt. Der gesamte Prozess (außer die Übergabe) lief über einen Dritten.» Das teilten Geschäftsführerin Diane Koch und der Vereinsvorsitzende Jens Morgenstern mit.

So existiere «kein von Frau Kiriasis fristgerecht unterzeichneter Mietvertrag». Die Frist bis zum 15. Februar, 18.00 Uhr MEZ habe sie verstreichen lassen. Es wird zwar bestätigt, dass Kiriasis im Dezember von der BSC Winterberg Marketing GmbH ein Vertrag zur Unterschrift zugestellt wurde. «Dieser wurde wochenlang nicht unterschrieben zurückgeschickt», selbst nach erneuter Aufforderung nicht. Damit liege «kein rechtsgültiger, unterschriebener Mietvertrag vor. Frau Kiriasis war zu keiner Zeit ‚Besitzerin‘ des Bobs.»

Weiterhin bestätigte der frühere Verein von Kiriasis, dass der jamaikanische Bobverband nun einen «unterschriebenen Kaufvertrag hat. Der Bob geht mit Zahlung des Kaufpreises in den Bestand des jamaikanischen Verbandes über.» Das hatte auch die Sprecherin der Jamaica Bobsleigh Federation, Kathleen Pulito, so bestätigt.

Kiriasis und der Verband hatten sich in der vorigen Woche getrennt. Die 43-Jährige erklärte, sie habe nur noch als Bahntrainerin fungieren sollen, der Verband warf ihr vor, nicht alles im Interesse des Teams getan zu haben.

Fotocredits: Michael Sohn
(dpa)

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