Dardai ließ Job sausen: Barça-Show statt Gegner-Beobachtung

Berlin – Pal Dardai ließ einfach seinen Job sausen. Erst am Tag nach dem 4:0 von Borussia Dortmund gegen Benfica Lissabon studierte der Trainer von Hertha BSC den Auftritt des nächsten Liga-Gegners.

Live war im Hause Dardai auf dem großen Wohnzimmerbildschirm die 6:1-Show des FC Barcelona gegen Paris St. Germain zu sehen gewesen. «Ich entschuldige mich bei allen Herthanern. Es war ein schöner Fußballabend», berichtete Dardai mit einem Lächeln.

Dabei hatte der Ungar den Champions-League-Abend noch ganz pflichtbewusst begonnen. «Folgendes ist passiert, ich habe dieses Mal nicht geschlafen», begann Dardai seinen Bericht. Der dreifache Familienvater ist dafür bekannt, dass er in der Regel früh ins Bett geht. «Der Fernseher im Wohnzimmer war auf Dortmund eingestellt. Alle Kinder waren da. Die ganze Familie war sehr traurig. Aber ich habe gesagt: Das ist für Papa sehr wichtig», erzählte Dardai weiter.

Doch auf einem Tablet lief das Barça-Spiel: «Ich bin ganz ehrlich, wir haben ganz schnell umgeschaltet. Jeder, der das Spiel gesehen hat, kann tausend Dinge lernen davon», bemerkte Dardai. Inzwischen hat er sich vom BVB-Spiel das angesehen, «was wichtig ist».

Fotocredits: Christian Charisius
(dpa)

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