Der 17. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Düsseldorf – Der 17. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird mit dem Freitagsspiel Borussia Mönchengladbach gegen den Hamburger SV eröffnet. Die restlichen Begegnungen im Überblick:

1. FC Köln – VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Klare Sache, meint VfL-Coach Schmidt. Wenn man auf die Tabelle schaue, sei dieses Spiel das einfachste der Vorrunde. Letzter gegen den Zwölften – aber Schmidt sagt auch: Köln habe ein funktionierendes Team. Das habe man beim 0:1 in München gesehen.

PERSONAL: FC-Interimscoach Ruthenbeck hat im Gegensatz zu Schmidt weiter große Personalprobleme.

STATISTIK: Köln ist gegen Wolfsburg seit fünf Erstligapartien unbesiegt. Beim FC gewannen die Niedersachsen letztmals am 6. August 2011 (3:0).

BESONDERES: Schlechte Vorzeichen für Köln: In den zurückliegenden fünf Spielzeiten stiegen vier Vereine, die nach der Hinrunde Letzter waren, später auch ab.

Werder Bremen – FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Werder gewann zuletzt beide Heimspiele, verlor allerdings am Mittwoch in Leverkusen (0:1). Mainz unterlag Dortmund (0:2) und gewann nur eine der vergangenen acht Ligapartien.

PERSONAL: Bis auf Bartels hat Werder-Trainer Kohfeldt alle Spieler zur Verfügung. Mainz muss auf Gbamin verzichten. Die Einsätze von Serdar, Muto und Öztunali sind fraglich.

STATISTIK: Mainz ist seit vier Spielen (zwei Siege, zwei Remis) im Weserstadion ungeschlagen. Unter Kohfeldt gewann Werder die Heimspiele gegen Hannover (4:0) und Stuttgart (1:0).

BESONDERES: Die Mainzer Öztunali (Januar 2015 bis 2016) und Sportvorstand Schröder (2014 bis März 2016) haben eine Bremer Vergangenheit. 05-Mittelfeldspieler Holtmann ist gebürtiger Bremer.

Eintracht Frankfurt – FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Siebter gegen Zweiter – Frankfurt gegen Schalke ist das Topspiel dieses letzten Hinrundenspieltags. Beide gehören zu den positiven Überraschungen der bisherigen Saison.

PERSONAL: Abraham ist an der Wade verletzt, Hasebe hat Grippe – Frankfurt muss wohl seine wichtigsten Abwehrspieler ersetzen.

STATISTIK: 0:1, 0:1, 0:0: Schalke blieb in den vergangenen drei Spielen gegen Frankfurt ohne Sieg und ohne Tor.

BESONDERES: Für zwei Spieler gibt es ein Wiedersehen: Frankfurts Boateng wurde 2015 beim FC Schalke suspendiert. Schalkes Oczipka spielte bis Juli fünf Jahre für die Eintracht.

FC Augsburg – SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Augsburg spielt eine starke Hinrunde. Aus den vergangenen beiden Spielen holte der FCA aber nur einen Punkt. Mit zuletzt zehn Zählern aus vier Partien ist Freiburg in Hochform.

PERSONAL: Abwehrspieler Danso (Bänderriss im Sprunggelenk) fällt aus, Max hat Probleme mit dem Zeh. Streich muss weiter auf Langzeitverletzte wie Niederlechner und Frantz verzichten.

STATISTIK: Noch nie hat der FCA in der Bundesliga ein Heimspiel gegen den SC verloren (zwei Siege, drei Remis). Zudem fiel in 24 Pflichtspielen beider Teams stets mindestens ein Tor.

BESONDERES: Streich hält viel vom FCA. «Von ihrem Auftreten, von der Athletik und dem Selbstverständnis gehen sie sogar nach Europa», meinte der Freiburger Coach.

VfB Stuttgart – FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Herbstmeister Bayern möchte seinen komfortablen Vorsprung ausbauen. Dem VfB dagegen droht nach zuletzt drei Niederlagen das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz.

PERSONAL: Flügelstürmer Donis fehlt dem VfB verletzt. Auch Torjäger Akolo droht der Ausfall. Beim FCB ist Robben ebenfalls noch nicht fit. Ribéry könnte eine Pause bekommen.

STATISTIK: Die vergangenen zwölf Bundesligaduelle mit dem VfB hat der Rekordmeister gewonnen. Letztmals jubelten die Schwaben im März 2010 nach einem 2:1 in München.

BESONDERES: Torhüter Ulreich wird an seiner alten Wirkungsstätte das Bayern-Tor hüten. Auch Kimmich und Rudy haben eine VfB-Vergangenheit.

Borussia Dortmund – 1899 Hoffenheim (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Der BVB gewann am vorigen Spieltag in Mainz beim Debüt von Stöger das erste Punktspiel seit Ende September. Nun soll auch daheim, wo in den vergangenen vier Partien kein Sieg gelang, der Knoten platzen. Hoffenheim rangiert einen Punkt vor dem BVB.

PERSONAL: Der BVB muss weiterhin auf zehn Profis verzichten. Den Gästen fehlt der gelbgesperrte Geiger.

STATISTIK: Hoffenheim ist seit acht Spielen gegen den BVB sieglos. Der letzte Erfolg gelang beim 2:1 am 34. Spieltag 2012/13, mit dem sich die Kraichgauer in die Relegation retteten.

BESONDERES: Der neue BVB-Coach Stöger tritt möglicherweise gegen den künftigen Dortmunder Trainer an. Laut Medienberichten soll Nagelsmann im Sommer ins Revier wechseln. Ihm gelang noch kein Sieg gegen den BVB (0/1/2). Stöger gewann noch nie gegen Nagelsmann (0/2/2).

Hannover 96 – Bayer Leverkusen (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Hannover verlor am Mittwoch in Berlin (1:3), kassierte in der Hinrunde jedoch nur eine Heimniederlage. Bayer ist seit elf Partien ungeschlagen und damit Mannschaft der Stunde.

PERSONAL: Der frühere Leverkusener Schwegler kehrt nach seiner Gelb-Sperre ins 96-Team zurück. Bayer-Trainer Herrlich hat bis auf den gesperrten Wendell die Qual der Wahl.

STATISTIK: Bayer gewann sechs der vergangenen sieben Duelle mit Hannover 96 (17:3 Tore). Den letzten 96-Sieg gab es im Dezember 2012 (3:2).

BESONDERES: 96-Profi Schwegler begann seine Bundesligakarriere bei Bayer Leverkusen. Zwischen 2006 und 2009 kam er 46 Mal zum Einsatz.

RB LeipzigHertha BSC (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Die Leipziger sind seit vier Pflichtspielen sieglos, das gab es unter Coach Hasenhüttl noch nie. Mit dem neunten Saisonsieg will RB in der Spitzengruppe bleiben. Hertha geht nach dem 3:1 gegen Hannover selbstbewusst in das Hinrundenfinale.

PERSONAL: Bei Leipzig fehlen die verletzten Profis Forsberg und Sabitzer. Innenverteidiger Upamecano ist gesperrt. Hertha muss auf Abwehrchef Rekik und Weiser verzichten.

STATISTIK: Leipzig ist zu Hause noch ungeschlagen, holte fünf Siege und zwei Remis. Hertha gewann auswärts einmal, holte vier Unentschieden und verlor zweimal.

BESONDERES: Leipzigs ehemaliger Stürmer Selke trifft erstmals nach seinem Wechsel auf seinen früheren Arbeitgeber.

Fotocredits: Guido Kirchner
(dpa)

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