Derby-Pleite: Mainz scheitert in Kaiserslautern

Kaiserslautern – Der FSV Mainz 05 hat sich nach einer 0:2 (0:0)-Pleite im Rheinland-Pfalz-Derby beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern schon in der 1. Runde aus dem lukrativen DFB-Pokal verabschiedet.

Manfred Starke mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 62. Minute und Florian Pick (90.) besiegelten am Samstag das Aus des Fußball-Bundesligisten und sorgten vor 40.694 Zuschauern für lange vermisste Partystimmung auf dem Betzenberg. Die wurde nur durch einige Mainzer Fans gestört, die kurz vor Schluss Leuchtfackeln auf den Rasen warfen und damit eine mehrminütige Unterbrechung des Spiels provozierten.

Im ersten Derby seit mehr als sieben Jahren übernahm der Favorit aus Mainz zu Beginn der Partie wie erwartet die Initiative. Das Team von Trainer Sandro Schwarz kontrollierte zunächst das Geschehen und entwickelte vor allem über den quirligen Robin Quaison viel Torgefahr.

Dem Schweden boten sich in den ersten 20 Minuten gleich drei dicke Chancen, von denen jedoch keine zum Erfolg führte. Erst scheiterte Quaison nach einer feinen Einzelleistung an FCK-Torwart Lennart Grill (7.), dann zielte er sowohl aus der Distanz (13.) als auch aus kurzer Entfernung (19.) zu ungenau.

Die anfangs ganz auf die Sicherung des eigenen Tores bedachten Roten Teufel legten ihre Zurückhaltung nach 25 Minuten ab und boten dem Bundesligisten mit Kampfgeist und Laufbereitschaft immer besser Paroli. Allerdings fehlte vor dem gegnerischen Tor die nötige Durchschlagskraft, so dass zwingende Möglichkeiten in der ersten Hälfte ausblieben.

Nach dem Wechsel fanden die Mainzer erst einmal zu ihrer anfänglichen Souveränität zurück. Onisiwo (56.) traf jedoch nur das Außennetz, Jean-Paul Boëtius (59.) scheiterte an Grill. Das rächte sich wenig später, als FCK-Stürmer Timmy Thiele im Strafraum beim Abschluss mit Stefan Bell kollidierte und Schiedsrichter Felix Zwayer auf den Punkt zeigte. FSV-Torwart Florian Müller tauchte beim Elfmeter von Starke zwar in die richtige Ecke, lenkte den Ball aber unglücklich ins eigene Netz.

Dem Rückstand folgte kurz darauf der nächste Schock: Innenverteidiger Bell ging ohne gegnerische Einwirkung im Mittelkreis zu Boden und verließ danach humpelnd das Feld. Seine Teamkollegen folgten ihm nach dem Abpfiff mit gesenkten Köpfen.

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

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