Die WM der Underdogs? Auch England muss zittern

Die WM der Underdogs? Auch England muss zitternEs ist fast schon unheimlich – der amtierende Weltmeister Spanien wird von einem Underdog wie Chile aus dem Turnier geschossen und kassiert in nur zwei Vorrundenspielen mehr Gegentore als bei der letzten und vorletzten WM sowie der letzten EM zusammen. Nun musste sich auch Fußballnation England zum zweiten Mal geschlagen geben: Das Spiel gegen Uruguay endete trotz des ersten WM-Tors von Wayne Rooney mit einer 2:1-Niederlage.

Kurzanalyse England – Uruguay

Die beiden Tore für Uruguay schoss dabei ausgerechnet Luis Suarez – in der letzten Saison wurde der Topscorer in der Premier League noch zu Englands Fußballer des Jahres gekürt, inzwischen dürfte er so etwas wie eine „Persona non grata“ auf der Insel sein. Das 1:0 für Uruguay fiel bereits in der ersten Halbzeit (39. Minute), danach war erst einmal lange Zeit auf beiden Seiten Pause. Trotzdem drängte Uruguay kontinuierlich auf ein zweites Tor – das fiel auch, aber für England. Mit seinem 1:1-Ausgleichstreffer erzielte Englands Superstar Wayne Rooney das erste WM-Tor seiner Karriere – und wohl auch das letzte. Denn nur zehn Minuten später traf Suarez erneut zum 2:1-Endstand für Uruguay – und hinterließ tief deprimierte Engländer. Ganz im Abgrund versunken ist das Team um Wayne Rooney allerdings noch nicht. Gewinnt nämlich Gruppengegner Italien gegen Costa Rica und Uruguay, gibt es noch einen Funken Hoffnung für das Team von der Insel – natürlich nur, wenn die Three Lions im dritten Spiel gegen Cosa Rica gewinnen. Übrigens, sollte Italien England tatsächlich beim Weiterkommen helfen, hat sich Italienstar Balotelli einen Kuss von der Queen erbeten – ob er den wohl bekommt?


WM im Überblick

In den weiteren Spielen des gestrigen Abends ging es für Kolumbien gegen die Elfenbeinküste ran sowie für Japan gegen Griechenland. Dabei siegte Kolumbien 2:1, das Spiel Japan gegen Griechenland ging mit einem 0:0-Unentschieden aus. Heute Abend treffen Italien und Costa Rica aufeinander – vielleicht der erste Schritt für Balotelli zum Kuss von der Queen – sowie die Schweiz und Frankreich. In der Nacht spielt zudem Honduras gegen Ecuador.

Für Deutschland ist es morgen gegen Ghana endlich das zweite Mal soweit. Wie genau die Aufstellung der Elf von Jogi Löw aussehen wird, ist allerdings noch nicht bekannt. Für den angeschlagenen Mats Hummels, dessen Einsatz momentan noch fraglich ist (Tendenz eher negativ), wird aber wohl Shkodran Mustafi in die Startelf rücken. Wir dürfen gespannt sein, ob es wieder ein ähnliches Schützenfest wie gegen Portugal gibt – oder ob mal wieder ein Underdog triumphierend vom Platz geht.

Bild: Thinkstock, iStock, NiseriN

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