Differenzen zwischen Streich und Dardai

Freiburg – Selbst die doppelte Elfmeter-Chance von Salomon Kalou verhalf Hertha BSC letztlich nicht zum Ende der eigenen Sieglos-Serie. Nach dem 1:1 beim SC Freiburg warten die Berliner seit nun sechs Partien auf einen Erfolg.

Und schon an diesem Mittwoch (18.30 Uhr) steht für die Mannschaft von Trainer Pal Dardai die 2. Runde im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln an. Zunächst aber hatte der Ungar nach dem Freiburg-Spiel eine kleine Meinungsverschiedenheit mit seinem Freiburger Kollegen Christian Streich, dessen Mannschaft den Gästen in weiten Teilen überlegen war.

DIFFERENZEN: «Ich denke, der Punkt ist insgesamt verdient.» Dieser Satz von Dardai sorgte bei Streich für Verwirrung. Schließlich sei Freiburg die bessere Mannschaft gewesen. Tatsächlich hatten die Breisgauer gegen eine weitgehend harmlose Hertha die insgesamt besseren Chancen. Streich missfiel das teils destruktive Spiel der Gäste, was er seinem Kollegen ebenfalls süffisant zu verstehen gab: «Wir haben Fußball gespielt, Hertha hat defensiv gespielt.» Dennoch schüttelten sich die beiden Fußballlehrer im Anschluss herzlich die Hand.

EISKALT: Erst scheiterte Kalou vom Punkt, dann probierte er es vier Minuten später erneut – und versenkte den Ball diesmal eiskalt zum 1:1. Die coole Aktion des Ivorers ließ selbst seinen Trainer staunen. «Ich muss sagen: Salomon hat Eier», sagte Dardai im Anschluss. Der Coach gab aber zu, dass er beim zweiten Elfmeter seines Angreifers nicht habe hinschauen können. Umso größer war im Anschluss seine Erleichterung.

POKAL: Für beide Teams geht es schon am Mittwoch im DFB-Pokal weiter. Gegen die in der Liga immer noch sieglosen Kölner will die Hertha dann unbedingt in die Erfolgsspur zurückkehren. Auch für die Freiburger kommt es gegen Zweitligist Dynamo Dresden darauf an, Selbstvertrauen für die kommenden Wochen zu sammeln. Ansonsten droht in der Liga ein langer Abstiegskampf.

Fotocredits: Patrick Seeger
(dpa)

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