Drängler regieren die Welt

Für viele beginnt der Arbeitstag erst wenn sie an ihrem Arbeitsplatz angekommen sind. Andere müssen schon früher ran, da sie in den öffentlichen Verkehrsmitteln auf Drängler stoßen.

Der Arbeitstag vieler beginnt mit der Anfahrt zur Arbeit. Diejenigen, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, müssen schon früh am Morgen mit Ärger rechnen. Denn gerade zu den Stoßzeiten am Morgen und am Abend, sind sie unterwegs. Sie lauern an jeder Ecke: an der S-Bahn-Tür, an der U-Bahn-Tür und auf den Bahnsteigen. Mir persönlich versauen sie fast jeden Morgen, den Morgen. Was sind das für Leute, die zu dieser weitverbreiteten Spezies, den Dränglern, gehören? Und was kann man gegen sie unternehmen?

Drängler drängeln, während andere daneben stehen

Morgens in Deutschland: Die Bahn fährt ein und sie machen sich bereit. Die Drängler. Sobald die Bahn zum stehen kommt, wird sich in Startposition begeben: Den Kopf nach oben, die Schultern runter und die Ellenbögen in die Seite. Die Türen der Bahn öffnen sich und bevor die ersten Leute, die an der Station aussteigen wollen, dies tun können, ist der Drängel-Flitzer schon drin und hat sich einen Sitzplatz besorgt. Die Drängel-Nachzügler folgen dann direkt danach. Wer jetzt noch nicht im Drängeln geübt ist, hat, gerade in Großstädten wie Berlin, wo die Bahnen wirklich rappelvoll werden, gerade jetzt im Winter wo zwischendurch immer welche ausfallen, zwei Möglichkeiten. Erstens man kann es den Anderen gleichtun, und sich voller Gleichgültigkeit, bzw. Rücksichtslosigkeit, in die Masse stürzen, die einen wie einen gerade ausgebrochenen Sträfling ansehen wird. Oder zweitens hat man die Möglichkeit zu warten. Nach dem Motto: Neue Bahn, neues Glück.

Eine andere Spezies – „Ich bin der Einzige, der raus muss.“

Eine andere Spezies unter Bahnfahrenden sind Leute, die denken, sie wären die Einzigen auf der Welt, die an der nächsten Station raus müssen. Wenn ich so etwas erlebe, könnte ich wirklich morgens schon kotzen. Dies passiert ungefähr so: Die Bahn nähert sich der nächsten Station. Vielleicht war auch schon die Ansage zu hören. Sie selbst stehen an der Tür und halten sich dort fest. Dann bemerken Sie plötzlich, wie sie den Atem einer fremden Person im Nacken haben. Was will Ihnen dieser Atem des Grauens sagen? „Ich will raus.“ Die atmende Person wird nun, obwohl ohnehin schon Platzmangel ist, versuchen sich so nervig wie möglich, an Ihnen vorbeizudrängeln. Alles nur, damit sie den „Stopp“-Knopf drücken kann. Es kommt nämlich dieser Person nie der Gedanke, dass bei den 100 Leuten, die mit ihr die Bahn oder den Bus teilen, auch andere Personen aussteigen müssen.

Naja, wenn man einen Sitzplatz bekommen hat, kann Bahnfahren auch schon mal Spaß machen. Wenn man einen Sitzplatz bekommt!!! In diesem Sinne: Entweder Kopf hoch, Ellenbögen raus und los, oder sich zurücklehnen und über die Ungeduld und Rücksichtslosigkeit mancher Bahnfahrer schmunzeln.

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