FC Bayern siegt 4:1 und verabschiedet Kapitän Lahm

München – Meister FC Bayern hat den überschwänglich gefeierten Kapitän Philipp Lahm als Sieger verabschiedet und sich standesgemäß auf die große Party mit der Schale eingestimmt.

Bei ihrem Saisonfinale mit der Ehrung für die 27. deutsche Fußball-Meisterschaft gewannen die Münchner gegen den SC Freiburg dank Arjen Robben (4. Minute), Arturo Vidal (74.), Franck Ribéry (90.+1) und Joshua Kimmich (90.+4) mit 4:1 (1:0).

Robert Lewandowski (30 Saisontore) ging leer aus und muss den Titel des Torschützenkönigs dem Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang (31 Treffer) überlassen. Im Kampf um die Europa-League-Teilnahme traf Rekordjoker Nils Petersen (76.) für die Freiburger, die als Tabellensiebter weiter hoffen dürfen.

Die Höhe des Ergebnisses hatte an diesem Nachmittag mit Gänsehautmomenten durch die letzten Auftritte von Weltmeister-Kapitän Lahm und dem spanischen Allesgewinner Xabi Alonso nicht die höchste Bedeutung. Allen beim Rekordchampion war nur wichtig, Lahm und Alonso siegreich in die Fußball-Rente zu entlassen. Alonso (82.) und Lahm (87.) wurden bei ihren Auswechslungen lautstark bejubelt. Der Sieg glückte auch dank Tom Starke. Der Bayern-Torhüter zeichnete sich in seinem letzten Auftritt als Profi wiederholt aus.

Für die traditionellen Feierlichkeiten im Stadion mit Weißbierduschen und Meisterehrung wurden die 75 000 Zuschauer in der Arena schon vor dem Anpfiff auf den besonderen Tag eingestimmt. Blaskapellen, Böllerschüsse für alle Meisterschaften und die Titelpräsentationen mit Vereinslegenden von Franz Beckenbauer über Lothar Matthäus bis zu Oliver Kahn sorgten mit für den besonderen Rahmen. In der Halbzeitpause sang dann noch US-Sängerin Anastacia – im Bayern-Trikot. 22 Profis waren schon bereit für die zweite Hälfte, aber mussten auf dem Rasen zunächst zuschauen.

In einem «ganz besonderen Spiel», wie Lahm die Partie mit «riesiger Vorfreude auf Fans und Schale» wenige Stunden vor dem Anpfiff noch einmal tituliert hatte, ging es wie bestellt los. Alonso schlug einen weiten Ball auf Robben. Der Niederländer zog in typischer Manier nach innen und verwandelte zur Führung.

Auf dem Rasen gab es während des Spiels einen schmerzhaften Abschied. Jérôme Boateng musste gestützt von Betreuern vom Rasen geführt werden. Für ihn kam Kimmich, der als gepriesener Lahm-Nachfolger an der Seite des Mann des Tages einmal mehr sein Können unterstrich.

Im 50. Pflichtspiel von Trainer Carlo Ancelotti für die Münchner hatte Lewandowski gleich nach dem Seitenwechsel seine größte Chance. Nach feiner Vorarbeit von Thomas Müller scheiterte der Torjäger an Freiburgs Keeper Alexander Schwolow (46.). Die Kollegen waren jetzt wiederholt bemüht, Lewandowski den Ball aufzulegen, aber ein Treffer wollte trotz mehrerer Chancen einfach nicht glücken.

Freiburg kämpfte um sein Ticket im Europapokal. Schussglück hatten die immer mutiger werdenden Breisgauer gegen den herausragenden Starke bei mehreren Möglichkeiten im zweiten Durchgang nicht.

Robben verpasste bei einem Lattentreffer (69.) die vorzeitige Entscheidung. Vidal traf dann aus der Distanz für die Bayern, aber der Ex-Münchner Petersen machte es im Gegenzug wieder spannend. Doch die Partystimmung wurde nicht mehr vermiest, Ribéry und Kimmich erhöhten noch.

Fotocredits: Peter Kneffel
(dpa)

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