Fröhlich: Abbruch hätte Situation «verschlimmern können»

Frankfurt/Main – DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hat die Entscheidung seines Kollegen Daniel Siebert, das Relegationsspiel in München nicht abzubrechen, als angemessen bewertet.

«Im Sinne einer deeskalierenden Strategie war eine Fortsetzung des Spiels nachvollziehbar. Ein Abbruch des Spiels hätte die Situation noch verschlimmern können», ließ Fröhlich über den Deutschen Fußball-Bund mitteilen. Wichtig bei einer solchen Entscheidung sei «die enge Kooperation mit den Sicherheitsverantwortlichen und dem Veranstalter», betonte der ehemalige FIFA-Referee.

Beim 0:2 gegen Jahn Regensburg, das am Dienstagabend den Abstieg des Zweitligisten 1860 München besiegelte, musste Siebert die Partie in der 81. Minute für eine knappe Viertelstunde unterbrechen. Ein Abbruch konnte vermieden werden. Mehrere Polizisten wurden leicht verletzt, sie waren von diversen Wurfgeschossen getroffen worden. Der DFB-Kontrollausschuss wird nach den Ausschreitungen Ermittlungen einleiten.

Fotocredits: Andreas Gebert
(dpa)

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