Heimdebüt mit 3:0-Sieg für Hecking in Gladbach

Mönchengladbach – Ein rasanter Endspurt hat Borussia Mönchengladbachs neuem Trainer Dieter Hecking ein Heimdebüt nach Maß beschert.

Der Europa-League-Teilnehmer kam am Samstag durch die späten Tore von Kapitän Lars Stindl (73. Minute), Raffael (78.) und des eingewechselten Patrick Herrmann (90.+2) zu einem 3:0 (0:0) gegen den starken Aufsteiger SC Freiburg. Damit setzte die Borussia eine Woche nach dem 3:2-Comeback bei Bayer Leverkusen ihren Marsch aus dem Keller der Fußball-Bundesliga fort. Das Happy End krönte Herrmann, der in seinem ersten Kurzeinsatz nach dreimonatiger Verletzungspause gleich traf.

In den drei Spielen unter Hecking holte Gladbach sieben Zähler. Das Team kann nun mit breiter Brust zum DFB-Pokal-Achtelfinale am Dienstag (20.45 Uhr) bei Zweitligist SpVgg Greuther Fürth und zum nächsten Auswärtsspiel bei Werder Bremen am kommenden Samstag fahren. Für Freiburg war es nach einer beherzten Vorstellung ein Dämpfer, mit 26 Punkten liegt das Team von Trainer Christian Streich vor dem nächsten Spiel gegen den 1. FC Köln am nächsten Sonntag (17.30 Uhr) weiter im gesicherten Mittelfeld.

Beide Trainer mussten kurzfristig personelle Umstellungen vornehmen. Bei Gladbach hatte sich Jonas Hofmann am Freitag im Training einen Faszienriss im Hüftbereich zugezogen und wird bis auf weiteres fehlen. Für ihn brachte Hecking André Hahn. Freiburgs Coach Streich musste Innenverteidiger Marc Torrejon (Infekt) und Offensivmann Maximilian Philipp (muskuläre Probleme) ersetzen.

Beide Mannschaften lieferten sich bei leichtem Nieselregen und nasskalter Witterung ein intensives Duell. Der starke Aufsteiger aus dem Breisgau präsentierte sich als kompakte Einheit. Freiburg ließ die Gastgeber mit hohem Laufaufwand nur selten zur Entfaltung kommen und nutzte jede Gelegenheit, in der Offensive Akzente zu setzen. Chancen blieben auf beiden Seiten im ersten Durchgang aber Mangelware, weil auch die Hecking-Elf mit dem Selbstbewusstsein aus dem Comeback-Sieg bei Bayer Leverkusen sehr präsent war.

Auf Freiburger Seite hatten Nils Petersen, dessen Schussversuch von Andreas Christensen abgeblockt wurde (15.), und Janik Haberer (45.), der aus spitzem Winkel an Borussia-Keeper Yann Sommer scheiterte, noch die besten Aktionen. Die größte Möglichkeit zur Führung konnten die Gladbacher nicht nutzen. Christensens Direktabnahme nach Flanke von Oscar Wendt und einem Querschläger von Raffael strich knapp am Tor von Alexander Schwolow vorbei.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang hatten die Gäste, die zweimal vor der Führung standen. Vincenzo Grifo scheiterte nach einem schnellen Angriff freistehend aus 15 Metern an Gladbachs Keeper Sommer (52.). Und Florian Niederlechner verpasste eine Hereingabe von Petersen nur knapp (54.). Die Borussia benötigte gegen die flinken Freiburger dann fast eine Viertelstunde, um ins Spiel zu kommen. Aufregung gab es, als Kapitän Stindl im Strafraum zu Fall kam, aber Schiedsrichter Felix Brych ließ weiterspielen (58.). Dann ließ Raffael die große Möglichkeit aus, als er nach einem Querschläger über das Freiburger Tor köpfte (67.).

Schließlich brach Stindl den Bann. Der Kapitän nahm einen Kopfball des eingewechselten Fabian Johnson nach einem zu kurzen Abschlag von Schwolow auf und traf aus 17 Metern zum 1:0. Wenig später besiegelte Raffael den Sieg mit dem umjubelten 2:0. Den Traumtag perfekt machte dann Herrmann.

Fotocredits: Federico Gambarini
(dpa)

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