Hertha-Festung auch 2017 stabil: Blitztor besiegt Ingolstadt

Berlin – Mit einem Blitztor von Genki Haraguchi ist Hertha BSC der erste Sieg des Jahres gelungen.

Der Japaner sorgte mit seinem ersten Saisontreffer nach nur 59 Sekunden am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga für das 1:0 (1:0) der Berliner gegen den FC Ingolstadt – es war Herthas schnellstes Ligator seit August 2002. Damals hatte der Belgier Bart Goor beim 2:2 in Dortmund bereits nach 53 Sekunden getroffen.

Mit dem insgesamt achten Sieg im neunten Heimspiel, der mit viel Kampf und Krampf gesichert wurde, rückte das Team von Trainer Pal Dardai (33 Punkte) nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen wieder in die Tabellenregion, die zum Saisonende einen internationalen Startplatz garantiert.

Hertha begann vor der bescheidenen Kulisse von 33 425 Fans wie von Coach Dardai gefordert mit mehr Mut und Tempo als zuletzt. Salomon Kalou nutzte schon in der ersten Spielminute einen Fehler des Ingolstädter Verteidigers Roger und passte von der linken Seite flach auf Haraguchi, der den Ball aus 14 Metern ins Tor schob. Dabei hatte der Einsatz des japanischen Nationalspielers nach einer Trainingsblessur in dieser Woche lange in Frage gestanden. Erst zum Abschlusstraining bekam der Flügelspieler von der medizinischen Abteilung grünes Licht.

Ingolstadt verlor auch das vierte Erstligaspiel gegen Hertha und steht in der Tabelle jetzt wieder auf einem direkten Abstiegsplatz (15 Punkte). Dabei hatten sich die Gäste, die ohne Mathew Leckie (Prellung) und Almog Cohen (Innenbandzerrung) antreten mussten, schnell vom frühen Gegentor-Schock erholt und mehrmals das Berliner Tor bedrängt – die Belohnung aber blieb aus.

Vor allem über Herthas linke Seite, wo der junge Maximilian Mittelstädt den erkrankten Marvin Plattenhardt ersetzte, schuf das Team von Trainer Maik Walpurgis einige Gefahr. Auch die beste Ausgleichschance entstand über diese Seite: Florent Hadergjonaj flankte, Pascal Groß vergab aus bester Position (41.).

Hertha wirkte über weite Strecken zu passiv und spielte sich wie schon in den ersten beiden Partien des Jahres nur ganz wenige Chancen heraus. Nach Eingabe von Rechtsverteidiger Peter Pekarik konnte der diesmal als Spielmacher aufgebotene Valentin Stocker den Ball nicht richtig kontrollieren (50.). Der etatmäßige «Zehner», Vladimir Darida, agierte dieses Mal ein Stück weit defensiver. Große Offensivwirkung konnte er wie auch Tor-Vorbereiter Kalou aber nicht erzielen.

So reichte am Ende Haraguchis Blitztor zum Hertha-Dreier, weil die Berliner ihre Heimfestung erfolgreich verteidigten. Die Abwehr um Sebastian Langkamp, der für den gesperrten Niklas Stark spielte, hielt auch den Ingolstädter Versuchen in der Schlussphase stand. Die größte Rettungstat: Torhüter Rune Jarstein parierte einen Schuss des eingewechselten Robert Leipertz (77.).

Fotocredits: Annegret Hilse
(dpa)

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