Hochdruck-Fußball gegen Köln? – RB will aufs Tempo drücken

Leipzig – Sie müssen sich noch mal zusammenreißen: Nur 71 Stunden nach dem intensiven Europa-League-Rückspiel gegen den SSC Neapel ist wieder Hochdruck-Fußball à la RB Leipzig angesagt.

«Wir haben uns vorgenommen, sofort aufs Tempo zu drücken», sagt Trainer Ralph Hasenhüttl und stellte seinen Spielern für die kommende Woche auch mal zwei freie Tage in Aussicht.

Einen Punktverlust oder gar eine Niederlage können sich die Leipziger nicht leisten im knallharten Kampf um die direkten Plätze für die Champions League. Gegner Köln ist aber erst recht unter Druck. Gerade einmal 14 Punkte holten die Rheinländer bisher, sind Tabellenletzter. «Natürlich ist Leipzig Favorit. Doch die Kölner brauchen jeden Punkt und werden nichts herschenken. Daher müssen die Leipziger an ihre Leistungsgrenze gehen, um gegen den FC zu punkten», prophezeite der ehemalige Kölner Coach Christoph Daum in einem Interview auf der Homepage der Roten Bullen.

Der aktuelle Trainer der Rheinländer, Stefan Ruthenbeck, steht zumindest personell vor der Partie in Leipzig gut da, auch Torjäger Simon Terodde ist nach seiner Gehirnerschütterung einsatzbereit. Auf der Gegenseite meldete sich Abwehrchef, Innenverteidiger und Kapitän Willi Orban wieder zurück, die Fleischwunde am Knie ist soweit kein Problem mehr.

Ob Naby Keita nach seiner Oberschenkelzerrung aus dem 1:2 am vergangenen Montag bei Eintracht Frankfurt ebenfalls schon wieder eingreifen kann, ließ Hasenhüttl offen. Dafür stehen die Weichen bei Emil Forsberg auf Startelf-Debüt in diesem Jahr.

Wenn der RB-Coach seine Ankündigung wahrmacht, wird er eine offensive Aufstellung wählen, die die Gäste gleich unter Druck setzt und ein frühes Tor erzielen will. Je schneller die Gastgeber für klare Verhältnisse sorgen, umso besser für sie. Gegen Neapel hatte es nicht geklappt und die Leipziger zitterten sich am Ende nach dem 3:1-Hinspielsieg mit einer 0:2-Heimniederlage ins Achtefinale.

Ein Sieg wäre nicht nur in der Tabelle für die RB-Mannschaft immens wichtig, sondern auch fürs Ego. Die vergangenen beiden Spiele gingen jeweils verloren, und in einer Woche starten wieder die ganz heißen Wochen: Borussia Dortmund daheim am Samstag, am 8. März ist der FC Zenit Sankt Petersburg zu Gast, dann geht es zum VfB Stuttgart (11.) und anschließend nach St. Petersburg (15.). Und zum krönenden Abschluss der Englischen Woche tritt das Hasenhüttl-Team in der Red Bull Arena gegen den Spitzenreiter FC Bayern München (18.) an.

Fotocredits: Ralf Hirschberger
(dpa)

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