Investmentfonds: Was unterscheidet die verschiedenen Formen?

Ein Taschenrechner und ein Stift liegen auf AktienunterlagenDer weite Begriff „Investmentfonds“ lässt sich handlich unterteilen und somit besser verstehen, wenn zunächst die offenen von den geschlossenen unterschieden werden. Ein weiteres Selektionsmerkmal ist der bevorzugte Anlageschwerpunkt eines Fonds, der sich auf die mögliche Rendite und das potentielle Risiko auswirkt.





Offene und geschlossene Fonds

Offene Investmentfonds, auch Publikumsfonds genannt, zeichnen sich durch ihre einfache Handhabung aus: Sie können jederzeit Anteile erwerben und wieder veräußern. Entsprechend des gewünschten Rendite- und Risikopotentials können Sie zwischen reinen Aktienfonds, die in Unternehmenswerten investiert sind, Mischfonds oder Rentenfonds wählen. Rentenfonds beinhalten festverzinsliche Papiere, wie zum Beispiel Staatsanleihen, die sich zwar meist durch eine niedrigere Rendite, aber eben auch durch ein geringeres Risiko auszeichnen. Mischfonds verbinden diese beiden Anlagestrategien, um die Erträge bei gestreutem Risiko zu optimieren. Dachfonds wiederum picken sich die besten Aktienfonds heraus, um von der hohen Rendite bei guter Diversifizierung zu profitieren. Zum Konsolidieren eignen sich Geldmarktfonds, die in Geldmarkttitel und liquide Wertpapiere, die kurz vor Ablauf stehen, anlegen und somit einen relativ sicheren, überschaubaren Ertrag bringen. Immobilieninvestments werden bevorzugt in geschlossenen Fonds realisiert.

Geschlossene Fonds – verbindliche Beteiligung mit jährlichen Auszahlungen

Die Umsetzung ausgewählter Projekte erfolgt in den meisten Fällen in Form einer Gesellschaft des Handelsrechts, an der Sie sich beteiligen können. So gibt es neben Schiffs-, Flugzeug- und Infrastrukturfonds auch Immobilienfonds (Swiss Life Select informiert Sie ausführlich zu diesem Thema), die die Planung, Errichtung und Vermietung von Immobilien oder Immobilienkomplexen zum Inhalt haben. Mit den ausgegebenen Beteiligungen wird das notwendige Eigenkapital sichergestellt. Sobald die Quote erreicht ist, wird der Fonds für neue Anleger geschlossen – daher die spezielle Bezeichnung. Die Beteiligungen an einem Immobilienfonds laufen zwischen zwei und zwanzig Jahren, wobei eine jährliche Ausschüttung sowie der größte Gewinnanteil bei Veräußerung zum Ablauf vorgesehen sind. Die Anteile lassen sich während der Laufzeit nur auf einem Zweitmarkt abstoßen.

Investmentfonds – für jede Risikostruktur das passende Angebot

Eine Anlage in Investmentfonds sollte immer entsprechend des persönlichen Risikoprofils ausgewählt werden, die Vielfalt ist groß genug. Wollen Sie höhere Risiken eingehen, eignen sich reine Aktienfonds. Für vorsichtigere Sparer empfehlen sich Renten- oder Geldmarktfonds, wobei verschiedene Abstufungen mit Dach- oder Mischfonds möglich sind. Immobilienfonds können bei einer guten Auswahl eine sehr gute Rendite bringen.

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