Judokas Frey und Malzahn mit Chancen auf Bronze

Rio de Janeiro – Die deutschen Judokas Luise Malzahn und Karl-Richard Frey haben bei den Olympischen Spielen nach ihren Viertelfinalniederlagen noch die Chance auf Bronze.

Beide verloren in Rio in der Runde der Besten Acht und kämpfen in der Hoffnungsrunde um den Einzug in das Duell um Bronze.

Die EM-Dritte Malzahn unterlag der Brasilianerin Mayra Aguiar, Vize-Weltmeister Frey verlor gegen den Ukrainer Artem Bloschenko. «Eine Bronze-Medaille wäre ein großer Erfolg. Damit wäre ich sehr zufrieden», sagte der Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB), Peter Frese. «Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg.»

Der 25 Jahre alte Frey ließ sich im Viertelfinale auskontern und kassierte gleich mehrere Wertungen gegen sich. «Leider hatte er das schlechtere Ende für sich», urteilte Frese. In der Hoffnungsrunde muss er nun gegen Ramadan Darwish aus Ägypten antreten. Bei einem Sieg kämpft er dann gegen einen Halbfinal-Verlierer um Bronze.

Zuvor hatte Frey in seinem Auftaktkampf in der Klasse bis 100 Kilogramm den Ungarn Miklós Cirjenics in der Verlängerung durch Ippon besiegt. Im Achtelfinale gewann er ebenfalls durch Ippon gegen Yan Naing Soe aus Myanmar. Der Sportsoldat aus Leverkusen ist bei seinen ersten Olympischen Spielen in seiner Klasse an Position fünf gesetzt.

Für Malzahn bleibt nach der Niederlage gegen Aguiar, die Olympia-Dritte von 2012, ebenfalls nur noch die Hoffnungsrunde. Ihre Gegnerin ist die Britin Natalie Powell. Gegen die Brasilianerin verlor die EM-Dritte und WM-Dritte von 2015 durch einen Strafpunkt. «Sie hat ordentlich gekämpft und einen dummen Fehler gemacht», sagte Frese.

Zuvor hatte die Judoka ihren Auftaktkampf gegen die Polin Daria Pogorzelec auch durch Strafpunkte gewonnen. Die Polizeikommissarin aus Halle/Saale ist bei ihren ersten Olympischen Spielen in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm an Position sechs gesetzt.

Insgesamt starten in Rio 13 deutsche Judokas. Laura Vargas Koch hatte am Mittwoch mit Bronze die erste Judo-Medaille geholt. An den ersten vier Wettkampftagen waren alle deutschen Athleten in Runde eins oder zwei gescheitert, Vargas Koch gelang dann der erste große Erfolg.

Fotocredits: Felix Kästle
(dpa)

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