Kein Strafverfahren gegen Ex-Vorstand: Mainz gibt Entwarnung

Mainz – Nach der Aufregung um die verweigerte Entlastung des früheren Vorstands hat der FSV Mainz 05 Entwarnung gegeben. Gegen den Ex-Präsidenten Harald Strutz und seine Mitstreiter sei derzeit kein Strafverfahren anhängig, teilte der Fußball-Bundesligist mit.

Diese Erkenntnis habe der Aufsichtsrat über den von ihm beauftragten Rechtsanwalt Stefan Roßkopf im Rahmen einer von der Mainzer Staatsanwaltschaft gewährten Akteneinsicht gewonnen.

Bei der Mitgliederversammlung am Montag hatte das Kontrollgremium aus formalen Gründen die Entlastung des alten Vorstands um den Langzeit-Präsidenten Strutz verweigert. Anonyme Hinweise seien der Grund, erläuterte Aufsichtsratschef Detlev Höhne das Vorgehen. Ein unbekannter Informant hatte behauptet, das frühere Präsidium habe sich am Verein bereichert. Dabei ging es um eine Hotelrechnung aus Hamburg. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese im Zusammenhang mit dem Spiel der Profis beim HSV stand. Höhne verwies dennoch auf das laufende Verfahren.

Strutz, der jahrelang in Führungsgremien des DFB und der DFL saß, äußerte sich empört, dass der Aufsichtsrat dieses Beispiel als öffentliche Begründung benutze, um ihn und seine früheren Mitstreiter zu diskreditieren.

Nach den neuesten Erkenntnissen will sich der Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung am 14. November unter Einbeziehung eines Sonderprüfberichts mit der Entlastung des ehemaligen Vorstands befassen, hieß es nun.

Fotocredits: Fredrik von Erichsen
(dpa)

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