Kurze Bundesliga-Pause – Spanien beliebtestes Winterziel

Düsseldorf – Nach einem kurzen Urlaub steht für die Clubs der Fußball-Bundesliga gleich ein früher Trainingsstart auf dem Programm.

Nur zwölf Tage nach dem letzten Spieltag im laufenden Jahr beginnen die ersten Vereine schon mit der Vorbereitung auf die zweite Serie in der Meisterschaft, die erstmals mit dem noch zur Hinrunde zählenden 17. Spieltag beginnt. Frühstarter sind der 1. FC Köln, der FC Ingolstadt und Werder Bremen am 2. Januar. Der Spielbetrieb wird am 20. Januar mit der Partie SC Freiburg gegen Bayern München wieder aufgenommen.

Vier Vereine starten direkt im Trainingslager mit der Vorbereitung, die Borussia Dortmund am 5. Januar in Marbella als letztes Team aufnimmt. Eine Reihe von Clubs absolvieren allerdings schon medizinische Tests vor dem ersten Mannschaftstraining. 15 von 18 Bundesligisten beziehen ein im Schnitt einwöchiges Trainingslager.

Wie im Vorjahr bereiten sich Köln und Ingolstadt sowie diesmal zusätzlich 1899 Hoffenheim in der Heimat vor. «Dies ist keine grundsätzliche Entscheidung gegen ein Winter-Trainingslager in der Zukunft», erklärte Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen. Grund sei die «sehr kurze Bundesligapause.»

Dennoch nutzen 15 Vereine die Zeit zu einer intensiven Vorbereitung im Ausland. Allerdings hat wegen der unsicheren Situation in der Türkei ein komplettes Umdenken eingesetzt. Mehr als ein Drittel der Clubs wählte zuletzt die türkische Riviera – und dort vor allem Belek – als Vorbereitungs-Trainingslager aus. Diesmal reist kein Club in die Türkei, obwohl die Bedingungen dort fast perfekt waren.

Organisiert wurden die Reisen oft über den früheren Bundesliga-Torhüter Dieter Burdenski. Der Ex-Profi hofft, dass sich die Situation in der Türkei wieder ändert. «Aber wenn der Terror weitergeht, kann das auch längerfristige Auswirkungen haben», meinte Burdenski.

Somit wählten 11 von 15 reisewilligen Clubs in Europa die iberische Halbinsel als ideales Quartier: Zehn reisen nach Spanien, RB Leipzig nach Portugal. Bevorzugtes Reiseziel an der Costa del Sol in Andalusien ist Marbella. Dort treffen sich Anfang Januar Borussia Dortmund, der FC Augsburg, der FSV Mainz 05 und Borussia Mönchengladbach. Die Gladbacher haben ihren Trainingsauftakt nach Rücksprache mit dem neuen Trainer Dieter Hecking um einen Tag auf den 4. Januar vorverlegt.

Vier Vereine wählten wie im Vorjahr ein Fernziel: Bayern München reist wieder nach Doha in Katar, Bayer Leverkusen bezieht zum dritten Mal nacheinander Quartier in Orlando/Florida und absolviert dort Testspiele gegen hochkarätige Gegner wie Estudiantes del Plata aus Argentinien und den brasilianischen Club Atlético Mineiro. Eintracht Frankfurt und der Hamburger SV bereiten sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Abu Dhabi und Dubai vor.

Übersicht der Wintertrainingslager:

Club Trainingsauftakt Trainingslager
FC Bayern München Start im Trainingslager Doha/Katar (3. – 11.1)
RB Leipzig 3. Januar Lagos/Portugal (4. – 12.1.)
Hertha BSC 3. Januar (14.00 Uhr) Mallorca/Spanien (7. – 14.1.)
Eintracht Frankfurt 3. Januar (11.00 Uhr) Abu Dhabi/VAE (4. – 11.1.)
1899 Hoffenheim 4. Januar (14.30 Uhr) kein Trainingslager
Borussia Dortmund Start im Trainingslager Marbella/Spanien (5. – 13.1.)
1. FC Köln 2. Januar (15.00 Uhr) kein Trainingslager
SC Freiburg offen Sotogrande/Spanien (5. – 13.1)
Bayer Leverkusen Start im Trainingslager Orlando/USA (4. – 12.1.)
FSV Mainz 05 3. Januar Marbella/Spanien (4. – 10.1)
FC Schalke 04 Start im Trainingslager Benidorm/Spanien (4. – 11.1.)
FC Augsburg 3. Januar Marbella/Spanien (4. – 13.1)
VfL Wolfsburg 3. Januar (15.30 Uhr) La Manga/Spanien (4. – 11.1.)
Bor. Mönchengladbach 4. Januar (15.30 Uhr) Marbella/Spanien (6. – 11.1.)
Werder Bremen 2. Januar (12.30 Uhr) Alhaurin El Grande/Spanien (4.-10.1.)
Hamburger SV 3. Januar Dubai/VAE (5. – 14.1.)
FC Ingolstadt 04 2. Januar kein Trainingslager
SV Darmstadt 98 3. Januar Alicante/Spanien (6. – 13.1.)

Der Trainingsauftakt bezieht sich auf das erste Mannschaftstraining. Nicht aufgeführt sind die medizinischen Tests, die meist einen Tag vorher anstehen.

Fotocredits: Bernd Thissen
(dpa)

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