Leipzig setzt gegen Hannover auf Mentalität und Kampfstärke

Leipzig – Nach drei schmerzlichen Niederlagen in allen drei Wettbewerben setzt Trainer Ralph Hasenhüttl im Bundesliga- Verfolgerduell gegen Hannover 96 auf Charakterstärke.

«Wir werden ein Spiel haben, das sehr viel von Mentalität geprägt sein wird, da eine Vorbereitung auf taktische Weise fast nicht möglich ist für uns – im Unterschied zum Gegner, der sich eine ganze Woche auf uns vorbereiten konnte», sagte Ralph Hasenhüttl. «Deswegen müssen wir andere Tugenden in dieses Spiel werfen und frisches Personal bringen.»

Im Duell des Tabellen-Dritten gegen die viertplatzierten Niedersachsen an diesem Samstag (15.30 Uhr) muss er auf den rotgesperrten RB-Abwehrchef Willi Orban und Stürmer Jean-Kévin Augustin verzichten. Der Franzose erlitt in Porto eine Muskelverletzung. «Es ist die Oberschenkelinnenseite, er hat eine leichte Einblutung und wird wohl ein, zwei Wochen ausfallen», betonte der Coach. Auch Defensivspezialist Stefan Ilsanker ist «noch keine Option» für eine Rückkehr, da er immer noch Schmerzen im Zeh habe.

Nach den leichten Gegentreffern bei Standardsituationen in der Champions League beim FC Porto setzt RB nun auf Besserung gegen die immerhin zweitstärkste Defensive der Bundesliga. «Es ist ein Gegner, der gute Standards schlägt», warnte Hasenhüttl und erinnerte an die Statistik: «Bisher haben wir ja in der Bundesliga keine Tore aus Ecken und Freistöße erhalten, wir wollen diese Serie halten.» Er analysierte, dass die Mannschaft von Coach André Breitenreiter beim 4:2-Sieg gegen Dortmund «sehr mannorientiert» agiert habe. Doch Hasenhüttl will die eigenen Stärken dagegenhalten: «Wir bestimmen, was gespielt wird und in unserem Stadion abläuft.»

Fotocredits: Jan Woitas
(dpa)

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