Magath fordert Konsequenzen beim HSV

Hamburg – Nach dem verpassten Aufstieg des Hamburger SV hält Felix Magath Konsequenzen beim kriselnden Fußball-Zweitligisten für unausweichlich.

«Es sind beim HSV viele falsche Entscheidungen getroffen worden. Wer übernimmt jetzt die Verantwortung?», fragte der 65 Jahre alte frühere Profi, Trainer und Manager des hanseatischen Traditionsclubs via Facebook. «Vor Wochen wollte niemand beim HSV kritische Töne hören», fügte Magath hinzu.

Nach dem erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga im vergangenen Sommer hatte der Nordclub am Sonntag durch eine 1:4-Pleite beim SC Paderborn seine letzte Chance auf die direkte Oberhaus-Rückkehr verspielt. Dem HSV steht mindestens ein weiteres Jahr in der Zweitklassigkeit bevor.

«Was für ein Desaster. Mir blutet das Herz», schrieb Magath über den Absturz des Herbstmeisters, der in der Rückrunde nur 16 Punkte aus 16 Spielen geholt hat. Er habe sich nicht vorstellen können, «dass der HSV am vorletzten Spieltag gegen Paderborn (Aufsteiger aus der 3. Liga!) nicht gewinnt. Jetzt bin ich sprachlos», betonte Magath.

Indes kann sich HSV-Idol Willi Schulz das Scheitern im Aufstiegskampf nicht erklären. «Da ist man eigentlich sprachlos», sagte der 80 Jahre alte Ex-Nationalspieler der Deutschen Presse-Agentur. Wer am Absturz trage, sei auch für ihn «schwer zu beurteilen. Dafür bin ich zu weit weg von der Mannschaft.»

Einen erneuten Umbruch im Team, das seit acht Punktspielen sieglos ist, hält er aber für unvermeidlich, meinte der frühere Abwehrchef. Nur dann könne der HSV in der kommenden Saison wieder angreifen: «Wir können nur hoffen, dass wir uns fangen und wieder dahin kommen, wo wir hingehören – in die Bundesliga», betonte Schulz.

Fotocredits: Kay Nietfeld
(dpa)

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