Mainzer Neuzugänge werden immer besser

Freiburg – Rouven Schröder wollte sich nicht selbst loben. Dabei hätte der Sportvorstand des FSV Mainz 05 das nach dem 3:1-Erfolg beim SC Freiburg durchaus tun können.

Der 43-Jährige hatte im Sommer sehr viel Geld für in Deutschland weitestgehend unbekannte Spieler ausgegeben. Mehrere Millionen Euro, die sich langsam, aber sicher rentieren. «Die Neuzugänge von Mainz haben eine unglaublich hohe individuelle Qualität», lobte sogar Freiburgs Trainer Christian Streich. Schröder aber blieb in Bezug auf seine Arbeit auch nach dem zweiten Sieg in Serie zurückhaltend: «Man freut sich für den Verein.»

Jean-Philippe Mateta, Moussa Niakhaté, Jean-Paul Boëtius, Aarón Martín oder Pierre Kunde Malong: Noch jetzt dürften einige Fußball-Experten außerhalb von Rheinland-Pfalz mit diesen Namen wenig anfangen können. Für die Mainzer aber werden sie zum Sinnbild eines erfolgreichen Umbruchs.

Große Teile der 28 Millionen Euro, die der Club im Sommer von Borussia Dortmund für Verteidiger Abdou Diallo bekommen hat, scheint Schröder clever investiert zu haben. Die Abwehr um den vom FC Metz gekommenen Niakhaté zählt zu den besten Defensivreihen der Liga. Und in der Offensive überzeugten in Freiburg neben Jean-Philippe Gbamin vor allem Boëtius und Mateta.

«Sie haben einen großen Anteil am Erfolg, auch in der Gesamtheit des Teams», sagte Schröder. «Weil sie auch einfach eine große Dominanz ausstrahlen.» Die beiden französischen U21-Nationalspieler Niakhaté und Mateta sowie Mittelfeld-Abräumer Kunde tun das allein schon dank ihrer physischen Präsenz.

In der ersten halben Stunde der Partie gewann Mateta gefühlt alle Kopfballduelle in der Offensive und erzielte in der 18. Minute per Kopf auch den zwischenzeitlichen Treffer zum 2:0 – auf Vorlage von Boëtius. Der starke Gbamin (6.) per Distanzschuss und der eingewechselte Karim Onisiwo (75.) besiegelten den verdienten Erfolg.

Und während Trainer Sandro Schwarz mit Blick auf den 11.11. schließlich von einem «guten Start» in die fünfte Jahreszeit sprach, wollte zumindest Mateta an diesem Sonntag nicht unbedingt an den Fastnacht-Feierlichkeiten in Mainz teilnehmen. Er wolle sich lieber auf die anstehenden Länderspiele mit Frankreichs U21 konzentrieren, sagte der 21-Jährige. Mateta und Niakhaté testen mit den Franzosen erst am Donnerstag in Kroatien, am Montag danach spielen sie dann gegen Spaniens U21 und treffen auf ihren Teamkollegen Aarón Martín.

SC-Trainer Streich zeigte sich von den zahlreichen Talenten der Mainzer beeindruckt. «Ich weiß, wie stark Mainz ist», sagte der 53-Jährige. «Mainz wird noch besser werden, weil sie sich extrem gute, talentierte Spieler geholt haben.»

Fotocredits: Patrick Seeger
(dpa)

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