Mode trifft auf Kunst: Vuitton und Kusama Mode

Yayoi Kusama ist eine japanische Künstlerin, deren psychedelischen Werke bereits alle möglichen Medien durchwandert haben. Immer mal wieder streift sie auch die Welt der Mode, neuerdings zusammen mit Handtaschen Mogul Vuitton.

Vuitton ist bereits bekannt für die mutigen Kollaborationen mit Künstlern um Design, Kunst und Mode zusammen zu bringen, so wie es sich für echte Visionäre gehört. Kusama ist dabei jedoch die erste weibliche Künstlerin, die diese Ehre gebührt.

Kusama: Exzentrische Avantgarde aus Japan

Aufmerksam wurde Designer Marc Jacobs schon vor einigen Jahren auf die exzentrische Künstlerin, 2006 besuchte er die Meisterin der phallischen Symbole und Polkadots in ihrem Studio in Japan. Für die aktuelle Modelinie soll es nicht nur Taschen, sondern auch Schuhe, Schmuck und andere Kleidungsstücke geben.

Dass es Vuitton nicht nur um die Mode und einen erfolgreichen Verkauf in Japan geht, zeigte das Label auch gleich mit dem Sponsoring von zwei Kusama Ausstellungen in der Tate Modern in London als auch dem Whitney in New York.

Kusamas Faszination mit Punkten kann auf eine Halluzination zurück zu führen sein, die sie mit 10 Jahren hatte. So zeichnete sie damals eine Frau in Kimono (höchstwahrscheinlich ihre Mutter mit der sie eine eher konfliktträchtige Kindheit erlebte) deren Gesicht über und über mit Punkten bedeckt war.

In den 60ern zog Kusama nach New York und war dort ein wichtiges Mitglied der Avantgarde Szene und schaffte mit dem Garten des Narziss – einer Installation aus hunderten Spiegelsphären – ein beeindruckendes Denkmal der künstlerischen Eitelkeit.

Polkadots: Energie der Sonne

In den 70er Jahren kehrte sie wieder nach Japan zurück und ist dort seitdem auf freiwilliger Basis in einer psychiatrischen Anstalt wohnhaft. Die Polkadots sind für Kusama dabei ein Symbol der Kraft, das man nun in Zusammenarbeit mit Vuitton eben auch selbst mit sich herum tragen kann.

Die Kollektion ist einfach gehalten setzt aber gerade dadurch interessante Akzente. Besonders die starken Kontraste (schwarz/gelb, rot/weiß, schwarz/rot) sind ja derzeit sowieso beliebt und wer das „typische“ Vuitton Muster mittlerweile nicht mehr sehen kann, wird sich auf die bezaubernd anmutenden Stücke freuen, die sehr jung und frisch aussehen und damit auch eine neue Käuferschaft für Vuitton eröffnen könnten.

Weite Schnitte, die sich sehr einfach mit Gürteln, Ketten und anderen Accessoires kombinieren lassen, tragen weiterhin dazu bei dass diese sehr wohl ungewöhnliche Kollektion für Vuitton ein Schritt in eine junge Richtung sein könnte.

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