Neurodermitis: Was hilft gegen den Hautausschlag und Juckreiz?

Neurodermitis: Was hilft gegen den Hautausschlag und Juckreiz? Neurodermitis ist nicht heilbar, ihre Beschwerden lassen sich jedoch mit bestimmten Behandlungsmethoden und Verhaltensweisen lindern. Die Therapieformen zielen darauf ab, die Symptome zu bekämpfen und eventuell völlig zum Verschwinden zu bringen sowie längere Phasen ohne akute Schübe zu erreichen. In der Regel wird bei den Patienten eine Kombination aus mehreren Behandlungsmethoden angewendet.


So schützen sich die Patienten selbst

Neurodermitis wird häufig von verschiedenen Umweltfaktoren wie Konservierungsstoffen in Nahrungsmitteln oder Zusatzstoffen in Kosmetikprodukten ausgelöst oder verschlimmert. Das Vermeiden dieser Stoffe nimmt deshalb bei der Behandlung von Neurodermitis eine wichtige Rolle ein. Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die sorgfältige und regelmäßige Hautpflege der Patienten. Eine milde Creme kann zur Verlängerung der symptomfreien Phasen beitragen. Geeignet sind auch Salben, die rückfettende und feuchtigkeitsspendende Substanzen enthalten, um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Als idealer Wirkstoff gilt Harnstoff, weil er die Feuchtigkeit in der Haut bindet. Zum Waschen eignen sich milde, pH-neutrale Lotionen. Spreitende Ölbäder (das Öl schwimmt auf dem Badewasser) sorgen für einen Film auf der Haut, der ebenfalls die Feuchtigkeit bindet. Kosmetikprodukte mit aggressiven Parfüm- und Konservierungsstoffen sollten vermieden werden. Weitere Tipps zur richtigen Hautpflege bei Neurodermitis erhalten Sie auf neurodermitis-hautwissen.de.

Behandlung beim Dermatologen

Akute Neurodermitis-Schübe sind meist von einem unerträglichen Juckreiz begleitet. Linderung können feuchte Umschläge bringen, die Wirkstoffe mit gerbender Wirkung enthalten. Der Hautarzt verschreibt in vielen Fällen Antihistaminika gegen den Juckreiz. Bei akuten Schüben von Neurodermitis spielen entzündliche Prozesse eine entscheidende Rolle, deshalb setzt der Hautarzt entzündungshemmende Medikamente zu ihrer Bekämpfung ein. Dazu gehören Kortisonpräparate, Calcinerum-Inhibitoren und die Behandlung mit UV-Licht. Häufig ist die Haut von Neurodermitis-Patienten von schädlichen Bakterien befallen, die zur Verschlimmerung der Symptome beitragen. Die Bakterien können mit antibakteriellen Substanzen und antibiotischen Cremes behandelt werden. In bestimmten Fällen gehört auch die Hyposensibilisierung zu den Therapiemethoden bei Neurodermitis, etwa wenn die Hautkrankheit durch Allergien gegen Pollen oder Hausstaubmilben ausgelöst wird. Manche Patienten greifen zu alternativmedizinischen Maßnahmen wie Akupunktur, deren Wirksamkeit jedoch nicht wissenschaftlich belegt ist.

Gutes Gefühl ohne Juckreiz und Hautausschlag

Zur Bekämpfung von Neurodermitis können Patienten durch das Vermeiden von auslösenden Umweltfaktoren sowie durch das Benutzen feuchtigkeitsspendender, rückfettender Pflegeprodukte selbst beitragen. Bei akuten Schüben mit Symptomen wie Juckreiz und Hautausschlag hilft der Hautarzt mit verschiedenen Therapiemethoden.

Photoquelle: pix4U – Fotolia

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