Norweger zu Dopingverdacht: «Moment des Ruhms beraubt»

Pyeongchang – Der norwegische Curler Magnus Nedregotten hofft im Falle einer Verurteilung des Russen Alexander Kruschelnizki wegen Dopings auf eine schnelle nachträgliche Verleihung von Bronze.

Nedregotten hatte im neuen olympischen Mixed-Wettbewerb bei den Winterspielen von Pyeongchang mit seiner Partnerin Kristin Skaslien das Spiel um Platz drei gegen das russische Duo mit Kruschelnizki verloren. Falls dieser für schuldig befunden werde, «haben sie uns um unseren Moment des Ruhms beraubt, die Medaille im Stadion zu bekommen», sagte Nedregotten dem olympischen Informationsdienst zufolge am Dienstag. «Es hinge von den Organisatoren ab, was sie in dieser Angelegenheit unternehmen. Aber die Medaillen noch diese Woche zu erhalten, wäre definitiv besser als in einem Jahr.»

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte am Montag offiziell ein Verfahren gegen Kruschelnizki eingeleitet. Russischen Medien zufolge soll dem Bronze-Gewinner die Einnahme der verbotenen Substanz Meldonium in der A-Probe nachgewiesen worden sein. Wie der CAS mitteilte, wird sich die Ad-hoc-Kammer mit dem Fall beschäftigen.

«Zuerst war ich vor allem wütend», sagte der 27 Jahre alte Nedregotten. «Wir haben hart gekämpft, um unser Ziel zu erreichen – das war eine Medaille. Dann werden wir Vierte und zu wissen, dass sie womöglich einen Vorteil gegen uns durch Betrug hatten, fühlt sich schrecklich an.» Er betonte zugleich, dass Kruschelnizki nicht schuldig sei, bis er endgültig überführt werde. Der Russe hat Doping bestritten.

Fotocredits: Natacha Pisarenko
(dpa)

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