Pentax X70 – viel Licht, viel Schatten

Seit 1938 baut der japanische Hersteller Pentax nun schon Kameras. Da kann man von einem Unternehmen mit Erfahrung sprechen. Mit der Pentax X70 versuchen die Japaner nun auch in der digitalen Megazoomer-Klasse einen Fuß in die Tür zu schieben. Dabei ist eine preisgünstige 12 Megapixel- Kamera mit vielen positiven Eigenschaften aber auch echten Schwächen entstanden. Auf den ersten Blick sieht die Pentax X70 recht gewöhnlich aus. Kein mutiges Design, statt dessen die stabile, solide und klassische Baumweise moderner Spiegelreflexkameras. Ein Handgriff sorgt für guten Halt, alle Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet.

Auf den zweiten Blick…

…fällt die gute Ausstattung der Pentax X70 auf. Das beginnt beim Objektiv mit seinem 24fachen Zoom. Vom 26 Millimeter Weitwinkel bis zum 624 Millimeter Tele ist alles mit drin. Das rockt! Ein Bildstabilisator sorgt vor allem im Telebereich für eine Minimierung der Verwacklungsgefahr. Dennoch ist bei der Nutzung des oberen Telebereiches ein Stativ zu empfehlen.
Belichtungszeit und Blende lassen sich auf Wunsch selbst wählen. Eine tolle Sache für alle, die gerne „bequem“ fotografieren ist die „Motivprogrammautomatik“. Sie analysiert selbstständig die Bildsituation und wählt automatisch das passende Bildmotivprogramm. Auch Objekte am Bildrand lassens ich – durch einen frei wählbaren Fokusmittelpunkt – scharf stellen. Gesichtserkennung, Blinzelwarnung, Intervallaufnahmen gehören ebenso zum Ausstattungspacket der X70 wie die Möglichkeit, HD-Videos aufzuzeichnen. Dies allerdings mit einer sonderbaren Einschränkung: Mehr als 15 Bilder pro Sekunde schafft die Pentax nicht, das sorgt nicht wirklich für ein absolut flüssiges Bild.

Bildqualität: Durchschnitt

In besonders heller, sonniger Umgebung macht die Pentax X70 scharfe, kontrastreiche, gute Fotos. Doch mit zunehmender Dunkelheit und Lichtempfindlichkeit nimmt die Qualität der Aufnahmen signifikant ab. Schon bei ISO 400 stellt sich ein deutliches Bildrauschen ein. Zwar nutzt die Kamera eine Rauschunterdrückung, diese sorgt jedoch dafür, dass im oberen ISO-Bereich immer mehr Details flöten gehen. Da werden Konturen geglättet, ab ISO 800 wirken die Bilder regelrecht unscharf. Das ist schade, denn die Hauptaufgabe einer Kamera ist es, gute Aufnahmen zu machen. Was nützen die tollsten Bildprogramme und die umfassende Ausstattung, wenn die Fotos schwach sind?

Geschwindigkeit: Schlecht

Die Auslöseverzögerung ist fast schon peinlich. Fast 0,8 Sekunden vergehen nach dem Druck auf den Auslöser, bis die Kamera tatsächlich ein Foto schießt. Das ist weit davon entfernt, schnappschusstauglich zu sein. Und Serienbilder können Sie mit der Pentax X70 abhaken. Selbst ohne Blitz braucht der Megazoomer 15 Sekunden für fünf Fotos. Nicht, weil er nicht schneller könnte, die Speicherzeiten der Aufnahmen sind einfach zu lang. Insgesamt ein trauriges Ergebnis.

Gesamturteil

Tolle Ausstattung, gutes Objektiv mit einem sehr vielseitigen Einsatzbereich, ausgezeichnete Bildprogramme und… sehr, sehr durchschnittliche Aufnahmequalität. Dazu kommt eine Akkulaufzeit, die maximal gut 300 Aufnahmen zulässt. Alles in allem kann die Pentax X70 nicht wirklich mithalten im stark besetzten Feld der Megazoomer. Nikon und Panasonic beispielsweise bieten Kameras die in der selben Preisliga kämpfen aber mit deutlich besserer Bildqualität überzeugen. Um eine echte Kaufempfehlunh auszusprechen, ist die Bildleistung der Pentax X70 leider nicht gut genug. Das Bildrauschen ist zu stark, im höheren ISO-Bereich lässt die Schärfe zu deutlich nach, und HD-Videos mit nur 15 Frames per second sind nicht das, was man von einer Kamera erwarten sollte. Das reicht noch so gerade für eine 3 minus. Mehr aber auch nicht.

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