Pinterest – der neueste Hype im Internet

Manchmal kommt der Erfolg unerwartet und rasant schnell. Noch vor wenigen Monaten wusste beinahe noch niemand, ob „Pinterest“ ein Hundefutter oder vielleicht ein Berg in den Pyrenäen ist. Heute gehört Pinterest bereits zu den meistbesuchten Orten im Internet.

Was ist Pinterest?

Die einen nennen es „Facebook für Intellektuelle“, andere einfach Online-Pinnwand. Im Grunde ist Pinterest nichts Neues: Ein Online-Netzwerk zum Zeigen und Teilen schöner Bilder. Das geht woanders natürlich auch. Schon lange. Aber nirgendwo geht es so schick und originell wie bei Pinterest. Seit März 2010 ist Pinterest online. Es dauerte ein paar Monate, bis immer mehr Amerikaner auf das Portal stießen. Heute ist es total angesagt, hat pro Monat mehr als 17 Millionen Besucher. Das einflussreiche Time Magazine zählt die Internetseite inzwischen zu den 50 „Webseiten des Jahres“. Jetzt schwappt der Trend auch nach Deutschland über. Gegenüber Januar stieg die Zahl der Besucher um knackige 288 Prozent. Und das, obwohl die Seite englischsprachig ist.

Was macht Pinterest so erfolgreich?

Schließlich gibt es Plattformen zum Teilen von Fotos und Videos schon lange. Flickr oder YouTube sind am Markt etabliert. Einmal ist es wohl die optische Brillanz, mit der Pinterest punktet. Die Seite sieht einfach enorm gut und sehr stylisch aus. Die Nutzung ist erstaunlich einfach. Das liegt sicherlich auch daran, dass der Umfang der Möglichkeiten, die Pinterest bietet, bewusst klein gehalten wurde. Fotos und Videos einstellen, Kommentar dazu, fertig. Insgesamt wirkt die Internetseite aufgeräumt, interessant und modern. Unaufgeregter als andere bekannte Online-Netzwerke, edler und schöngeistiger. Nach der Installation eines kleinen Browser-Scipts lässt sich jedes Foto oder Video im Internet anwählen und durch die Aufforderung „Pin it“ auf Pinterest veröffentlichen. Andere Nutzer hinterlassen dann – ähnlich wie bei Facebook – Kommentare, können den „like“-Button drücken um auszudrücken, dass ihnen das Bild oder der Film gefällt. Außerdem lassen sich alle Aufnahmen selbst benannten Alben zuordnen. Interessiert man sich für bestimmte Themen, kann man die entsprechenden Alben kostenlos abonnieren oder sich mit Freunden vernetzen und Bilder austauschen. „Organisiere und teile die Dinge, die Du liebst“ beschreiben die amerikanischen Betreiber von Pinterest das Prinzip.

Internet-Pinnwand oder Selbstdarstellungsplattform?

Hobbies, Vorlieben, Urlaubsfotos – alles kann auf Pinterest mit anderen Nutzern geteilt werden. Wer die Bilder zu sehen bekommt, entscheidet jeder selbst. Entweder nur die Freunde, oder die gesamte Pinterest-Community. Genaue Informationen über die Zahl der Nutzer gibt Pinterest nicht preis. Es heißt, die meisten seien weiblich. Themen wie Mode, Kochen, Promis dominieren Pinterest, es gibt aber auch viele andere interessante, angepinnte Fotos und Filme. Der Haken bei der Sache: Möglicherweise verstoßen viele Nutzer permanent gegen Urheberrechte. Da jedes Bild, jeder Film im Internet einfach auf Pinterest angepinnt werden kann, bleibt abzuwarten, wie der Seitenbetreiber darauf reagiert. Bis dahin ist Pinterest auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Surfen durch verschiedene Alben ist kurzweilig und spannend. Und – mal ehrlich – der Blick hinter die Kulissen des Lebens anderer Menschen war doch schon immer interessant, oder? Insofern lässt sich die Frage, ob Pinterest eine Internet-Pinnwand oder eine Selbstdarstellungsplattform ist, auch in aller Kürze beantworten: Beides!

Image: Sergio Dona – Fotolia

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