Renaissance der Butterstulle

Als ich noch ein I-Dötzchen war, das in die vierte Klasse ging schmierte mein Vater mir jeden Morgen, bevor ich den schweren Schulranzen schulterte, ein paar Butterbrote. Dann packte er mir die Stullen zusammen mit einem Kirschjoghurt und einem Apfel in meine mit Stickern beklebte Butterbrotsdose, die ich noch heute deutlich vor mir sehe. Woran ich mich auch erinnere ist der Geschmack von Leberurst und sauren Gurken auf Vollkornbrot, und Kirschjoghurts versetzen mich bis heute in meine Kindheit zurück.

Ich bin bis heute ein Butterbrotfan geblieben. Während meine Kollegen in der Mittagspause Döner, Börek, Sushi oder wahlweise auch mal Schnitzel verdrücken, packe ich meine Dose aus. Oft wurde ich belächelt. Doch irgendetwas ist plötzlich anders. Hat das etwas mit der Finanzkrise zu tun? Das einzige, was ich weiß: Die Stulle kommt wieder in Mode! Denn plötzlich fangen alle um mich herum an, sich Stullen zu schmieren.

Auch immer mehr Promis bekennen sich zur Stulle. Egal ob Heidi Klum, die ja schon immer von der bergisch-gladbachschem Hausmannskost a la Sauerkrautsuppe schwärmte oder Esther Schweins, die in Berlin gleich am Hackeschen Markt eine Saftbar eröffnet hat, in dem es auch die guten alten Stullen gibt: Die Stulle wird wieder gern genommen. Auch das Internet zeugt von einer Renaissance der Butterstulle. So tauscht man hier Rezepte aus, während man hier wunderschön designte Butterbrotbrettchen erwerben kann.

Das Gute: Buterbrote sind billig und gesund. Sie werden nie langweilig, weil man sie auf abertausende Weisen belegen kann und mit verschiedenen Brotsorten kombiieren kann. Wer auf den Geschmack gekommen ist und Inspiration braucht, sei dieses Buch zu empfehlen. Also, viel Spaß beim essen und cool sein;-)

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