Rentner-Einkauf wider der Gesellschaft

Jeden Morgen das gleiche Prozedere – ich möchte für meinen Arbeitstag ein wenig Obst und andere Leckereien kaufen. Nun ist es aber nicht gerade so, dass ich morgens mit Zeit gesegnet und manchmal etwas in Eile bin und dann passiert es. Statt in kürzester Zeit an die Kasse zu gelangen, offenbart sich mir eine riesige Menschenschlange, die sich nur zäh in Wohlgefallen auflöst. Doch anstatt auf Gleichgesinnte zu treffen, reihen sich Rentner an Rentner aneinander, die doch tatsächlich eine Flasche Wasser kaufen, etwas Wurst oder einfach nur eine Zeitung – da könnte ich explodieren!

Ausgerechnet die Bevölkerungsgruppe mit der meisten Zeit tummelt sich liebend gern zu den Stoßzeiten des Einkaufens in Supermärkten und dies in einer Vielzahl, dass mir die Überalterung unserer Gesellschaft unmittelbar vor Augen geführt wird. Aber leider ist dies nicht nur jeden Morgen der Fall, sondern auch garantiert am Samstag-Vormittag, wo der durchschnittliche Arbeitnehmer seine Wocheneinkäufe verrichtet und sich stundenlang in Wartezeit ergeben muss.

Warum können Rentner nicht zu Zeiten einkaufen gehen, an denen sich der normale Bürger von der atemberaubenden Geschwindigkeit nicht beeinträchtigt wird. Natürlich kann ich verstehen, dass der tägliche Einkauf ein Kommunikationsersatz ist, schließlich wird die nette Kassiererin permanent in ein belangloses Gespräch verwickelt und wenn dies nicht hilft, kehrt man einfach mit seinen Produkten samt Kassenbon zurück, um den schnellen Fluss mit der Feststellung zu unterbrechen, dass man eigentlich einen ganz anderen Preis gelesen hatte.

Hoffentlich sterbe ich jung und werde nicht zum Ärgernis für die restliche Gesellschaft.

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