Russ nach Krebserkrankung zurück im Mannschaftstraining

Frankfurt/Main – Abwehrspieler Marco Russ hat erstmals nach seiner Hodenkrebs-Erkrankung wieder bei Eintracht Frankfurt mittrainiert. Der 31-Jährige stand am Dienstag beim Vorbereitungsauftakt des Fußball-Bundesligisten eineinhalb Stunden auf dem Platz.

«Das ist natürlich schön, das freut mich», sagte Trainer Niko Kovac. «Man sieht, dass er noch ein bisschen pfeift.» Russ, der sich selbst nicht äußerte, fliegt am Mittwoch auch mit ins Trainingslager nach Abu Dhabi.

Der Innenverteidiger hatte im Mai 2016 vor den Relegationsspielen gegen den 1. FC Nürnberg seine Tumorerkrankung öffentlich gemacht. Er wurde operiert und musste unter anderem zwei Chemobehandlungen über sich ergehen lassen. Seit einigen Wochen absolviert er wieder ein Aufbautraining.

Bei der Eintracht können sich Johannes Flum, Slobodan Medojevic und Joel Gerezgiher einen neuen Verein suchen. Das Trio fehlte beim Trainingsauftakt und fliegt auch nicht mit nach Abu Dhabi. «Das ist natürlich nicht ganz einfach», sagte Kovac zu der Entscheidung. «Aber es wurde ihnen schon vorher kommuniziert. Leider muss ich diesen Part auch übernehmen.»

Flum war 2013 vom SC Freiburg gekommen, sein Mittelfeld-Kollege Gerezgiher 2014 aus dem eigenen Leistungszentrum. Der Deutsch-Eritreer war zwischendurch an den FSV Frankfurt ausgeliehen. Medojevic war 2014 vom VfL Wolfsburg an den Main gewechselt. Beim ersten Training waren hingegen die Neuzugänge Max Besuschkow vom VfB Stuttgart und der Ecuadorianer Andersson Ordonez dabei.

Fotocredits: Frank Rumpenhorst
(dpa)

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