Russische Weitspringerin Klischina ausgeschlossen

Rio de Janeiro – Olympia-Ausschluss in letzter Minute: Die Weitspringerin Darja Klischina, einzige russische Starterin in der Leichtathletik, darf in Rio de Janeiro nicht starten.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF schloss Klischina von den Sommerspielen aus. Die Athletin klagte dagegen umgehend beim Internationalen Sportgerichtshof CAS. Der CAS bestätigte den Eingang des Einspruchs.

Der IAAF zog die außerordentliche Startgenehmigung für die Weitspringerin zurück, wie ein Sprecher des Weltverbands der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der IAAF sprach von neuen Erkenntnissen, ohne diese offenlegen zu wollen.

Klischina ging unverzüglich dagegen vor. «Einspruch bestätigt», teilte CAS-Generalsekretär Matthieu Reeb auf Anfrage mit. Es gebe zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings keine weiteren Informationen.

Die Russin Klischina hatte zunächst die Starterlaubnis für Rio bekommen, weil sie in den USA lebt und sich dort regelmäßig auf Doping hat testen lassen. Die übrigen Leichtathleten sind wegen systematischen Dopings in Russland von den Spielen von der IAAF ausgeschlossen worden.

Dazu hatten maßgeblich die Aussagen der russischen Leichtathletin Julia Stepanowa beigetragen. Sie und ihr Mann Witali lieferten dem Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, Richard Pound, Beweise für die Praktiken. Auf Grundlage dieses Berichts waren die russischen Leichtathleten dann komplett von den Olympischen Spielen in Rio ausgeschlossen worden.

Fotocredits: Robert Ghement
(dpa)

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