Russland bleibt bei Olympia suspendiert

Pyeongchang – Das Internationale Olympische Komitee hält die Suspendierung Russlands über das Ende der Winterspiele in Pyeongchang hinaus aufrecht.

Damit können die Athleten aus Russland bei der Schlussfeier nicht mit der eigenen Landesfahne ins Olympiastadion einlaufen, wie das IOC-Exekutivkomitee entschied. Erst wenn bestätigt ist, dass alle Doping-Proben der als «Olympische Athleten aus Russland» unter neutraler Fahne angetretenen russischen Sportler negativ sind, werden die Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands aufgehoben.

Grundlage der Entscheidung der IOC-Exekutive war die Empfehlung der IOC-Bewertungskommission. «Wir machen mit dieser Entscheidung nicht alle glücklich. Wir werden kritisiert werden», sagte Nicole Hoevertsz, die Vorsitzende des Gremiums.

In ihrem Bericht vor der Session bestätigte sie, dass es durch das OAR-Team während der gesamten Winterspiele keine Verletzung der Kleidungsordnung gab und auch die russischen Zuschauer sich positiv verhalten hätten. Auch ein anderer wichtiger Teil der vom IOC verhängten Sanktionen wegen des Doping-Skandals wurde erfüllt. Russland überwies am 20. Februar die geforderten 15 Millionen Dollar. Das Geld soll für Maßnahmen im Anti-Doping-Kampf verwendet werden.

Zu den beiden bei den Pyeongchang aufgedeckten russischen Doping-Fällen sagte Hoevertsz: «Beides waren individuelle Fälle. Es gab keine Hinweise auf ein organisiertes Dopingsystem.» Der Curler Alexander Kruschelnizki und die Bobfahrerin Nadeschda Sergejewa sind vom Internationalen Sportgerichtshof schuldig gesprochen worden.

Das IOC hatte das Nationale Olympische Komitee Russlands als Folge des groß angelegten Dopingskandals bei den Spielen 2014 in Sotschi am 5. Dezember suspendiert. In Pyeongchang durften aber 168 Sportler auf Einladung des IOC als «Olympische Athleten aus Russland» starten – allerdings ohne Flagge, ohne Hymne und ohne die übliche nationale Kleidung.

Fotocredits: Hannibal Hanschke
(dpa)

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