Schempp: Mit guter Schießleistung zur ersten Einzel-Medaille

Pyeongchang – Mit einer fehlerfreien Schießleistung will sich Biathlet Simon Schempp im Massenstart in Pyeongchang seinen Traum von der ersten olympischen Einzel-Medaille erfüllen.

«Ich hoffe auf einen guten Start, gerade am Schießstand, damit man mitschwimmen kann. Hoffentlich läuft es beim Schießen, dann könnte vieles drin sein», sagte der 29 Jahre alte Weltmeister in dieser Disziplin vor dem Rennen am Sonntag (12.15 Uhr MEZ).

Für Schempp, Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer, den Verfolgungs-Dritten Benedikt Doll und Erik Lesser ist es in Südkorea die letzte Einzel-Entscheidung, ehe es bei den Winterspielen in der kommenden Woche mit den Staffeln weitergeht. Rückenprobleme hatten Schempp die Vorbereitung erschwert, bislang belegte der Schwabe bei seiner dritten Olympia-Teilnahme die Plätze sieben (Sprint), fünf (Verfolgung) und 36 (Einzel).

Der Massenstart sei «ein bisschen taktisch geprägt», sagte Schempp: «Wenn man immer mitschwimmt, kann man am Ende weit nach vorne kommen.» Allerdings wird es im 30 Athleten umfassenden Weltklasse-Feld schwer. «Im Biathlon ist es eben so, dass 30, 40 Leute auf das Podest laufen können. Es ist immer ein enges und knappes Rennen. Aber ich fühle mich recht fit und freue mich auf das Rennen», sagte Peiffer.

Top-Favoriten sind die beiden Olympiasieger Martin Fourcade (Verfolgung) aus Frankreich und Johannes Thingnes Bö (Einzel) aus Norwegen. Das Duo hatte bis zu den Olympischen Winterspielen 14 der 15 Weltcuprennen unter sich ausgemacht. Der Norweger Bö feierte acht Siege, Frankreichs Star Fourcade sechs.

Der Massenstart gehört erst seit 2006 zum olympischen Programm, Michael Greis gewann mit Gold in Turin die bislang einzige Medaille für die deutschen Männer.

Fotocredits: Hendrik Schmidt
(dpa)

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