Stäbler in seinem schwersten (Vor)Kampf: Acht Kilo weg

Rio de Janeiro – Den schwersten Kampf hat Ringer-Weltmeister Frank Stäbler immer vor seinem Wettkampf. Der ohnehin schon durchtrainierte Athlet muss innerhalb von acht bis neun Tagen acht Kilogramm abspecken.

«Es ist eine komplette Entwässerung des Körpers. Die letzten Tage esse ich nichts mehr und dann trinke ich auch nichts», sagte der 74 Kilogramm schwere Mitfavorit im griechisch-römischen Stil der Kategorie bis 66 Kilogramm.

Nach dem Wiegen am Montagabend kann er über Nacht seine Akkus wieder aufladen. Am besten mit Mamas Spezialrezept. «Die Fleischbrühe mit Nudeln gehört immer dazu. Wegen der langen Reise wird Mama sie hier erst in Rio kochen», sagte der 27-jährige Musberger, der von 15 Freunden und Familienmitgliedern angefeuert wird.

In den Wettkampf am Dienstag, wo er bis zu fünf Kilogramm Flüssigkeit verliert, geht er als Mitfavorit. «In sechs Jahren sechs verschiedene Weltmeister und der Olympiasieger – von den sieben können alle gewinnen. Daher muss man fünf Leute schlagen», betont Stäbler, der kein konkretes Ziel angeben will: «Persönlich ist meine Zielstellung nicht die olympische Medaille. Mein Ziel ist es, am Dienstag meine beste Leistung, meine beste Form abzurufen. Es ist fast unmöglich Gold zu planen, weil ich nicht alle Dinge beeinflussen kann.»

Fotocredits: Srdjan Suki
(dpa)

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