Ständige Übersäuerung des Körpers macht krank

Ständige Übersäuerung des Körpers macht krankAlternativmediziner schätzen, dass 90 Prozent der Bevölkerung einen übersäuerten Körper haben. Grund ist ein dauerhaft gestörter Säure-Basen-Haushalt im Organismus. Die meisten Menschen sind betroffen, ohne es zu wissen. Sie bemerken erst dann, wenn sie von einer ernsten Krankheit heimgesucht werden, die durch die latente Übersäuerung von Zellen und Bindegewebe verursacht wird. Wie ein übersäuerter Körper entsteht, mit welchen Symptomen er sich bemerkbar macht und was dagegen hilft, erfahren Sie hier.

Grundsätzlich lassen sich zwei Formen der Übersäuerung unterscheiden: die chronische und die akute. Übersäuert der Körper schleichend, entsteht daraus die chronische Form. Sie lässt sich sanft mit einer Ernährungsumstellung und Nahrungsergänzungsmitteln behandeln. Gefährlich wird es bei einer plötzlichen Übersäuerung: Hier sinkt der pH-Wert des Blutes unter einen Schwellenwert. Man spricht dann von Azidose – einem medizinischen Notfall. Auslöser sind beispielsweise Stoffwechsel-Krankheiten und verminderte Atmung.

Säure-Basen-Haushalt im Organismus muss im Gleichgewicht sein

Der pH-Wert gibt Aufschluss über den sauren, neutralen oder basischen Charakter wässriger Lösungen. Auch in den menschlichen Organen lässt er sich messen, nämlich überall dort, wo der Stoffwechsel aktiv ist. Aufgenommene Nahrung wird hier in Energie umgewandelt. Dabei fallen Säuren an. Diese „Abfallstoffe“ kann der Körper nicht verwerten und scheidet sie über Lunge, Leber, Niere, Darm oder die Haut aus. Bei gesunden Menschen wird so ein basisch bis neutrales Milieu in den Organen aufrechterhalten. Sobald jedoch eines dieser Organe geschädigt ist, gerät der Prozess aus dem Gleichgewicht. Übersäuerung ist die Folge. Schreitet sie immer weiter voran und wird chronisch, können ernste Krankheiten entstehen. Welche das sind und weitere Informationen finden Sie hier.

Übersäuerung: Diese Symptome können auftreten

Ein gestörter Säure-Basen-Haushalt kann sich in folgenden Symptomen äußern:

  • Kopfschmerzen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Ständige Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Osteoporose
  • Allergien und Infektanfälligkeit
  • Magenschmerzen und Verdauungsbeschwerden
  • Hautunreinheiten, Haarausfall, brüchige Nägel

Ursache eines generell übersäuerten Körpers sind bestimmte Lebensgewohnheiten. Dazu zählen falsches, säurebildendes Essen, Alkohol und Rauchen. Auch negativer Stress kann Übersäuerung bedingen. Wer Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training beherrscht, sorgt für ein gesundes Gleichgewicht der Säuren und Basen im Körper.

Außerdem sollten viele basische Lebensmittel auf dem Ernährungsplan stehen, um der Übersäuerung des Körpers entgegenzuwirken. Dazu zählen unter anderem Fenchel, Kohlrabi und Karotten sowie Aprikosen, getrocknete Feigen und Kiwi.

Mit Basenpulver oder Basentabletten die Übersäuerung rückgängig machen

Zu vermeiden sind Fleisch, Getreide- und Milchprodukte. Diesen Lebensmitteln muss man jedoch nicht gänzlich entsagen. Es reicht, ein Verhältnis von 80 Prozent basischer zu 20 säurebildender Lebensmittel einzuhalten. Ein Obstsalat am Morgen ist das optimale basische Frühstück. Mittags darf es ein Gemüsesüppchen, abends eine Gemüsepfanne mit Kartoffeln sein. Basenpulver und Basentabletten können unterstützend eingenommen werden, um einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt wiederherzustellen. Eine etwas radikalere Methode als die Ernährungsanpassung ist das Basenfasten. Für ein bis zwei Wochen stehen hier nur Obst, Gemüse und stilles Wasser auf dem Ernährungsplan.

Ob der Säure-Basen-Haushalt gestört ist, kann man einfach mit pH-Urin-Teststreifen zu Hause feststellen. Drei Tage lang wird dazu der pH-Wert des Urins gemessen. Bleibt dieser den ganzen Tag unter einem Wert von 7, liegt eine Übersäuerung vor.

Bild: Thinkstock, 461905179, iStock, Piotr Marcinski

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