Starkes deutsches Eishockeyteam verpasst Überraschung

Pyeongchang – Deutschlands Eishockey-Team hat beim Olympia-Comeback weiter Pech. Auch eine ganz starke Leistung reichte beim 0:1 (0:1, 0:0, 0:0) gegen Weltmeister Schweden in Pyeongchang nicht zur möglichen Überraschung.

Im 14. Duell bei Winterspielen mit dem zweimaligen Olympiasieger blieb die Mannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) somit erneut sieglos.

Die deutschen Angreifer scheiterten immer wieder auch bei besten Möglichkeiten am schwedischen Keeper Jhonas Enroth von Dinamo Minsk oder am Gehäuse. Dagegen schoss Viktor Stalberg (3. Minute) die Tre Kronors im zweiten Spiel zum zweiten Sieg. Deutschland hatte schon am Donnerstag das erste Spiel gegen Finnland deutlich 2:5 verloren, auch da aber einen beherzten Auftritt gegen den Olympiadritten von 2014 gezeigt.

Letzter Vorrundengegner ist am Sonntag Norwegen (04.10 Uhr MEZ/ARD und Eurosport 2), das am Freitag gegen Finnland 1:5 verlor. Mit dem ersten Sieg bei Olympischen Spielen seit 16 Jahren würde die DEB-Auswahl ihre Ausgangslage für das K.o.-Spiel am Dienstag um den Einzug ins Viertelfinale deutlich verbessern. Als Gruppenletzter müsste Deutschland ansonsten gegen einen stärkeren Gegner spielen.

Gegen Schweden zeigte sich das alte deutsche Problem des Toreschießens auf internationalem Niveau bereits wieder früh. In der zweiten Minute scheiterte Kölns Felix Schütz freistehend vor Enroth. Im Gegenzug ließ Stalberg vom EV Zug dem deutschen Keeper Timo Pielmeier in ähnlicher Situation keine Chance.

Der Keeper vom ERC Ingolstadt hatte diesmal den Vorzug vor Danny aus den Birken vom EHC Red Bull München erhalten. Der 33-Jährige hatte im ersten Spiel gegen Finnland bei nur 20 Schüssen fünf Gegentore kassiert. Pielmeier hingegen spielte stark und war der benötigte starke Rückhalt gegen den hohen Favoriten.

Sturm hatte zudem die Reihen im Vergleich zum Finnland-Spiel leicht umgestellt und Angreifer Frank Mauer und Abwehrspieler Sinan Akdag, die am Donnerstag noch pausiert hatten, ins Team geholt. Insgesamt stand das deutsche Team vor allem in der Defensive besser und ließ auch in Unterzahl kaum etwas zu. Zudem waren die DEB-Spieler lange nicht so nervös wie im ersten Vorrundenspiel, das für 21 von 23 Athleten im Kader die Olympia-Premiere gewesen war. Für Sotschi 2014 hatte sich das DEB-Team nicht qualifiziert.

In den entscheidenden Momenten hatte Deutschland aber wieder Pech. Dominik Kahun traf in der zwölften Minute nur den Pfosten, Moritz Müller in der 27. Minute die Latte. Auch eine doppelte Überzahl gegen Ende des zweiten Drittel nutzte Deutschland nicht. Erneut Kahun scheiterte wieder an der Latte.

Fotocredits: Petter Arvidson
(dpa)

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