„Supergeil“: Virale Videos als neuer Trend

Curser über Play-Button einer VideoplattformEin Werbeclip, millionenfach geteilt bei Youtube oder über Social Media, ist ein wahrer Glückstreffer für Marketingstrategen. Das Phänomen dieser rasanten Verbreitung im Internet wird als virales Marketing bezeichnet. Konkret planbar ist der Erfolg zwar nicht, bestimmte Voraussetzungen können aber dazu beitragen, dass Werbevideos eine hohe Resonanz erfahren.


Emotion und Provokation

Die beste Wirkung erzielen Clips, wenn sie die Gefühlsebene der Nutzer ansprechen. Videos, die besonders witzig, rührend oder extrem provokant sind, haben gute Chancen. Werden bestimmte Impulse angesprochen wie zum Beispiel Witz, Neugier oder die eigene Eitelkeit, ist der Nutzer eher bereit, zu teilen und zu kommentieren. Auch die virale Qualität spielt eine entscheidende Rolle. Spektakulär oder besonders kunstvoll inszenierte Clips faszinieren die Menschen. Niemand postet ein ödes Video mit wenig Aussagekraft. Denn auch der Nutzer will mit seinem Posting aus der Masse hervorstechen und sein eigenes Profil fördern. Vor allem die soziale Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder der Wunsch, Teil einer Bewegung zu werden, enthalten viel Potenzial und regen User zum Teilen an.

Internet statt Fernsehwerbung

Gute Clips werden schnell zum Selbstläufer. Der Nutzer übernimmt die Rolle des Senders und sorgt durch den hohen Vernetzungsgrad in Social Media-Netzwerken wie Facebook oder Twitter dafür, dass sich Clips innerhalb kürzester Zeit millionenfach verbreiten. Auf buzz.myvideo.de finden Sie ebenfalls eine Vielzahl witziger Clips. Viele Agenturen streuen ihre Werbevideos mittlerweile gezielt im Netz, nicht nur bei Youtube. So können die Kosten für Fernsehwerbung eingespart werden, zumal die meisten Zuschauer sowieso wegschalten. Eine zu aufwendige Inszenierung kann jedoch von der eigentlichen Werbebotschaft ablenken. So kennt jeder das Video, nimmt das beworbene Produkt aber kaum wahr. Provokante Clips erregen Aufsehen, können ihre Wirkung aber auch verfehlen, weil sie beispielsweise nicht zu einem konservativ auftretenden Unternehmen passen. Doch auch das Gegenteil kann der Fall sein und gerade deswegen den Erfolg ausmachen.

Gut geplant ist halb gewonnen

Letztlich gilt beim viralen Marketing: je auffälliger, desto besser. Hier sind Originalität und Kreativität gefragt. Dass ein Clip im Netz schlagartig zum Werbehit wird, ist sicherlich auch mit etwas Glück verbunden. Vor allem aber trägt eine sorgfältige Planung unter Einbeziehung der wichtigsten Werbeprinzipien zum wesentlichen Erfolg eines Videos bei.

Bildurheberrecht: Thomas Pajot – Fotolia



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