Thors Mode – alles „braun“ oder was?

Das Geschäft „Tønsberg“ in Berlin verkauft Kleidung der Marke „Thor Steinar“ und dieses gilt als beliebtes Label von Neo-Nazis.

Thor war ja der Wetter beziehungsweise Donnergott der Germanen, auch mal Donar genannt. Das eine „Modemarke“ sich so nennt und dazu noch den Namen Steinar sozusagen als Nachnamen wählt, ist schon bezeichnend.

Diese Marke wurde vor ungefähr fünf Jahren in Königs Wusterhausen von zwei Herren gegründet, von denen keiner Steinar oder Thor heißt. Die Marke bietet Herren- und Damenmode an. Diese Kleidung fällt auf durch Runenzeichen und schlichte Machart – total langweilige Kleidung meiner Meinung nach, aber natürlich bekannt an Mitgliedern bestimmter politischer Randgruppen. Es geht ja auch um ein Statement der Kunden, das kann man auch an dem Video sehen, das auf der Web-Seite zu finden ist, das wohl die Legende von „Thor Steinar“ in Laufschrift erzählt. Mit schwülstiger Musik hinterlegt läuft da Schriftzug für Schriftzug durch, ich muss ganz ehrlich sagen, ich mochte es nicht zu Ende lesen.
Besagter Laden war bis vor kurzem in einem anderen Viertel Berlins, wo der Mietvertrag nicht verlängert wurde und auch Anwohner regelmäßig Protest gegen den Laden eingelegt zu haben scheinen. Seit Freitag gibt es den Laden, ironischerweise in der Rosa-Luxemburg-Straße, erst wurde demonstriert, heute morgen wurde die Fassade mit Farbbeuteln beworfen. Das kann ja heiter werden…

Ich sage ganz ehrlich, ich mag diese Klamotten nicht, ich mag keinen dieser Läden und die Leute, die ab und zu davor stehen sind mir auch nicht sympathisch. Ich bin sogar für weiträumiges Umgehen solcher Läden und ich kann gut verstehen, wenn die Menschen so etwas nicht in ihrer Nachbarschaft haben wollen.
Zur Demonstration fanden sich ganze sechzig Leute ein, ist das viel oder wenig in einer Stadt wie Berlin?

Sollten es nicht mehr Demonstranten sein oder schenkt man der Angelegenheit zuviel Aufmerksamkeit?

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