Uth bewahrt Hoffenheim vor Heimpleite gegen Frankfurt

Sinsheim – Mark Uth hat die TSG 1899 Hoffenheim mit einem späten Treffer vor einer neuerlichen Heimpleite bewahrt und Eintracht Frankfurt aus allen Siegträumen gerissen. Beim 1:1 (0:1) traf der TSG-Stürmer in der 91. Minute zum glücklichen Ausgleich.

Vor 30 150 Zuschauern hatte Kevin-Prince Boateng (13.) die Hessen in Führung gebracht. Beide Teams verpassten durch das Remis den möglichen Sprung auf Rang drei in der Fußball-Bundesliga.

Hoffenheim übernahm zunächst die Spielkontrolle und kam durch Sandro Wagner nach neun Minuten auch zur ersten Chance. Der wechselwillige Nationalstürmer, der beim deutschen Meister Bayer München als Backup für Robert Lewandowski gehandelt wird, scheiterte mit seinem Schuss jedoch an Eintracht-Torwart Lukas Hradecky.

Doch nur vier Minuten später gerieten die Hausherren nach einem schlimmen Fehlpass von Lukas Rupp, der erstmals seit dem 7. Spieltag wieder in der TSG-Startelf stand, ins Hintertreffen. Boateng erfasste die Situation blitzschnell und überwand Hoffenheims Torwart Oliver Baumann mit einem Heber aus etwa 20 Metern. Es war das erste Frankfurter Tor gegen Hoffenheim seit zweieinhalb Jahren.

Die Führung spielte der Eintracht in die Karten und lähmte die TSG. Aus einer sicheren Abwehr heraus setzten die Hessen immer wieder Konter, bei denen allerdings oft die Präzision beim letzten Pass oder Abschluss fehlte. So nach einer knappen halben Stunde, als Marc Stendera mit einem schwachen Schuss an Baumann scheiterte. Und auch Mijat Gacinovic (38.) zielte frei vor dem Tor zu ungenau.

Hoffenheim fiel spielerisch nichts ein, um Frankfurt ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Erst ein kapitaler Bock von Hradecky, der Mark Uth den Ball in die Füße spielte, brachte noch einmal Gefahr vor der Pause. Wagner setzte die Hereingabe seines Sturmpartners aber knapp neben das Tor.

Nach dem Wechsel bot sich das gleiche Bild. Hoffenheim hatte mehr Ballbesitz, blieb aber weitgehend ungefährlich. Daran änderte auch die Hereinnahme von Serge Gnabry, der nach knapp zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte, nichts. Auch Andrej Kramaric, der nach gut einer Stunde den glücklosen Wagner ersetzte, konnte die lahme TSG-Offensive trotz eines phasenweisen Powerplays nicht entscheidend beleben.

Die Eintracht befreite sich Mitte der zweiten Halbzeit aus der Umklammerung. Ante Rebic hätte die Partie vorzeitig entscheiden können, doch der Kroate vergab zweimal freistehend. Das rächte sich in der Nachspielzeit, als Gnabry einmal auf dem Flügel durchkam und Uth den Ball mustergültig auflegte.

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

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