Vehs Rollentausch: «Oben sieht man mehr»

München – Dem Wechsel von der Trainerbank auf die Tribüne gewann Armin Veh schon nach seinem Einstand als Sportchef des 1. FC Köln etwas Positives ab. «Oben sieht man ein bissl mehr als unten», sagte der 56-Jährige trotz der verpassten sportlichen Sensation.

Das, was er in der Münchner Fußball-Arena beim 0:1 gegen den FC Bayern von den eigenen gebeutelten Profis sah, gefiel Veh angesichts der «vielen Schläge», die das Team in dieser Saison einstecken musste: «Ich war mit der Leistung absolut zufrieden.»

Veh lobte die emsige Abwehrarbeit und Dauerläufer wie Notstürmer Lukas Klünter. Aber er sah auch, dass das nötige «Super-Wunder» im Kampf gegen den programmierten Absturz in die 2. Liga wohl nicht eintreten wird. «Der Ist-Zustand ist leider so, dass wir drei Punkte nach 16 Spielen haben», erinnerte Veh und stellte darum fest: «Ich kann jetzt nicht als Gute-Laune-Onkel rumlaufen.»

Nein, der bis 2020 angeworbene Geschäftsführer Sport muss vielmehr schnell Weichen stellen für die Zukunft – über die Saison hinaus. Die Zeit drängt, etwa in der Trainerfrage. Stefan Ruthenbeck ist nur Interimscoach bis Weihnachten. Nach wenigen Arbeitstagen hielt sich Veh mit voreiligen Ankündigungen zurück. «Für mich ist wichtig, dass ich das Innenleben kennenlerne. Das dauert länger als 48 Stunden.»

Fotocredits: Matthias Balk
(dpa)

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