VfB Stuttgart gewinnt erstes Heimspiel gegen Mainz 1:0

Stuttgart – Holger Badstuber hat sich mit einem starken Auftritt und dem Siegtor zum 1:0 (0:0) gegen den FSV Mainz 05 direkt in die Herzen der Fans des VfB Stuttgart gespielt.

Mit dem zweiten Bundesliga-Tor seiner Karriere sorgte der Neuzugang und langjährige Profi des FC Bayern München nach 53 Minuten für den ersten Bundesliga-Erfolg des Aufsteigers nach 77 Wochen. Der von Simon Terodde per Pfostenschuss vergebene Elfmeter nach 81 Minuten, auf den Schiedsrichter Benjamin Brand erst nach langer Rücksprache mit Video-Schiedsrichter Tobias Stieler entschieden hatte, hatte keine Auswirkungen.

Die Mainzer um den Ex-Stuttgarter Alexandru Maxim gehen dagegen mit zwei Niederlagen gegen die Aufsteiger Hannover und Stuttgart in die Länderspielpause. Sandro Schwarz ist der erste FSV-Trainer, der seine beiden ersten Saisonspiele in der Bundesliga verlor.

Vor 53 150 Zuschauern in der nicht ausverkauften Mercedes-Benz Arena setzte VfB-Trainer Hannes Wolf auf eine Dreierkette und beorderte erstmals die beiden ehemaligen Nationalspieler Dennis Aogo und Badstuber in der Startelf. Auch Aogo zeigte als Linksverteidiger eine überzeugende Vorstellung und bereitete Badstubers Tor mit einem Eckball vor.

In Badstuber, Timo Baumgartl, Marcin Kaminski und Benjamin Pavard standen alle gelernten Innenverteidiger im VfB-Kader auf dem Platz. Wie von Wolf angekündigt, spielten die Gastgeber aber trotzdem nicht abwartend, sondern übernahmen rasch die Initiative.

Dabei war auffällig, wie selbstverständlich die beiden jungen VfB-Profis Chadrac Akolo und Orel Mangala auftraten. Sie stibitzten den Mainzern eins ums andere Mal den Ball. Defensiv übernahm Badstuber ohne Schwierigkeiten die Rolle als Organisator.

Weil die Schwaben ihren Ballbesitz aber nicht effektiv nutzten, hatten die Gäste aus Mainz die klarsten Torchancen. Den Distanzschuss von Daniel Brosinski (14.) entschärfte VfB-Keeper Ron-Robert Zieler aber ebenso wie den Kopfball von FSV-Kapitän Stefan Bell nach einem Freistoß (28.). Für die Stuttgarter hatte der aufmerksame Akolo die besten Szenen. Bei zwei Kontern brachte der 22-Jährige aus dem Kongo den Ball aber nicht ins Ziel (36./45.).

VfB-Schlussmann Zieler dagegen bekam immer wieder Arbeit durch Rückpässe und war oft am Aufbauspiel beteiligt. Einen zu kurzen Rückpass von Baumgartl zwang ihn nach 50 Minuten zu einem Sprint, im letzten Moment konnte er vor Yoshinori Muto klären. Drei Minuten später belohnte sich Badstuber für seine starke Heimpremiere und köpfte nach einem Eckball von Aogo das 1:0.

Danach musste Mainz mehr investieren. Torgefahr strahlte die Elf von Schwarz aber nicht aus. Vielmehr gab es mehr Raum für den VfB. Die beste Chance vergab Terodde. Der Zweitliga-Torschützenkönig traf beim Foulelfmeter nur den Posten und verpasste sein erstes Bundesliga-Tor.

Fotocredits: Deniz Calagan
(dpa)

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