Videobeweis: Schiedsrichter beenden weitere Tests

Frankfurt/Main – Die deutschen Schiedsrichter kommen bei der Erprobung des Video-Assistenten weiter voran. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben die so genannten Pre-Live-Tests beendet.

Bei eigens organisierten Testspielen simulierten die Referees den Video-Assistenten unter Wettkampfbedingungen. «Die Pre-Live-Tests haben uns wieder ein gutes Stück vorangebracht in Richtung der Umsetzung in der nächsten Saison bei allen Bundesligaspielen», sagte Projektleiter Hellmut Krug in einer DFB-Mitteilung.

Dabei absolvierten alle 23 aktuellen Erstliga-Unparteiischen die Schulungsmaßnahme und arbeiteten auch als Video-Assistent. «Es war sehr wichtig, dass das Zusammenspiel zwischen Schiedsrichter und Video-Assistent erstmals mit Funkverbindung geübt werden konnte», sagte DFL-Schiedsrichter-Chef Krug.

Seit über einem halben Jahr werden die Spielleiter im Replay-Center in Köln geschult. Die Live-Testphase für den Video-Assistenten startet in der kommenden Saison bei allen 306 Bundesliga-Spielen. Dabei können strittige Entscheidungen auf den Prüfstand gestellt werden. Das für das Regelwerk zuständige International Football Association Board (IFAB) will im März 2018 über die Einführung des Videobeweises entscheiden.

Der jeweilige Schiedsrichter stand beim jüngsten Test erstmals in Funkkontakt mit einem Video-Assistenten in Köln. Dieser konnte im Studio bei strittigen Szenen sämtliche Kamerabilder nutzen und gegebenenfalls eine Empfehlung für den Schiedsrichter aussprechen. Die beteiligten Teams auf Nebenplätzen der Stadien in Köln und Leverkusen waren aufgefordert, solche strittigen Situationen bewusst zu erzwingen.

Fotocredits: Frank Rumpenhorst
(dpa)

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