Biathlet Rösch schließt Olympia-Start 2022 nicht aus

Pyeongchang – Biathlet Michael Rösch hat auch einen Start bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking nicht ausgeschlossen.

«Der Plan ist, bis 2022 weiterzumachen. Aber das kann ich nicht versprechen, ich muss Jahr für Jahr auf meinen Körper hören», sagte der 34-Jährige am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Pyeongchang.

Der einzige noch aktive deutsche Biathlon-Olympiasieger feiert zwölf Jahre nach dem Gold-Coup mit der Staffel nun sein Olympia-Comeback für Belgien. Der 2012 im deutschen Team ausgemusterte Rösch hatte die belgische Staatsbürgerschaft angenommen und bildet nun mit dem ebenfalls gewechselten Franzosen Florent Claude das belgische Team.

«Realistisch wären Plätze um die Top Ten oder Top 15. Da könnte ich auch schon stolz sein», sagte Rösch unlängst der Deutschen Presse-Agentur.

Rösch hatte schwere Zeiten durchlebt. Wegen des zweieinhalb Jahre dauernden Nationenwechsels verpasste er Olympia 2014 und startete 990 Tage lang nicht im Weltcup. Er gab unter anderem bei der Bundespolizei seinen Beamtenstatus auf Lebenszeit auf und musste einen Achillessehnenriss verkraften. Seinen Olympia-Start jetzt verdankt er auch 303 Unterstützern, die bei einer Crowdfunding-Aktion für Rösch mehr als 24.000 Euro spendeten.

Fotocredits: Hendrik Schmidt
(dpa)

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