Bremen gewinnt wichtiges Heimspiel: 3:1 gegen Wolfsburg

Bremen – Werder Bremen hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Sieg gefeiert. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt setzte sich zum Abschluss des 22. Spieltags 3:1 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg durch.

Ludwig Augustinsson in der 4. Minute und Florian Kainz (40./72.) erzielten am Sonntagabend vor heimischer Kulisse die Bremer Tore. Paul Verhaegh traf per Nachschuss für Wolfsburg (49.), nachdem er mit einem Elfmeter an Werder-Torwart Jiri Pavlenka gescheitert war. Bremen liegt nun drei Punkte vor dem Relegationsplatz auf Rang 15 und hat nur noch einen Zähler Rückstand auf die Wolfsburger auf dem dreizehnten Platz.

Nach ihren Niederlagen im Pokal-Viertelfinale unter der Woche zeigten die Nord-Clubs vor 38.062 Zuschauern im Weserstadion eine vorwiegend ansehnliche Vorstellung. Werder war dabei die aktivere Mannschaft mit den besseren Torchancen, während der VfL insgesamt zu harmlos war. Vor allem bei Standards waren die Bremer gefährlich und sorgten in der VfL-Abwehr immer wieder für Durcheinander.

Die Bremer standen mit dem wieder genesenen Philipp Bargfrede für Thomas Delaney im defensiven Mittelfeld in einem 4:1:4:1-System meistens sicher. Nach vorne suchten sie vor allem den Weg über die Außen, besonders gefährlich mit dem sehr aktiven Kainz auf der linken Seite.

Das frühe Tor von Augustinsson, der nach Ecke von Zlatko Junuzovic per Kopf seinen ersten Bundesliga-Treffer erzielte, half den Bremern natürlich. Die auf vier Positionen umgebaute Wolfsburger Mannschaft musste zwangsweise offensiver spielen als in den zurückliegenden Partien, als sich der VfL meistens sehr weit zurückgezogen hatte. Gefährlich wurde die VfL-Offensive mit dem erst 19 Jahre alten Mittelstürmer Victor Osimhen aber nur sehr selten.

Werder hätte schon vor dem zweiten Treffer ein Tor schießen können. Aber Maximilian Eggenstein scheiterte an VfL-Keeper Koen Casteels und Niklas Moisander am Pfosten, ehe Kainz ein tolles Tor gelang. Der Österreicher schlenzte den Ball schön in die lange Ecke, nachdem er selbst mit einem Dribbling die Vorarbeit geliefert hatte.

«Das war die beste erste Halbzeit seit langem», sagte der Bremer Stadionsprecher angesichts der verdienten Führung zur Pause. Nach dem Wechsel waren die Wolfsburger noch mehr unter Druck und kamen früh zum Anschluss. Zunächst parierte Werder-Keeper Jiri Pavlenka einen Foul-Elfmeter von Verhaegh, doch gegen den Nachschuss des VfL-Kapitäns war er ohne Chance.  

Doch Wolfsburg war zu einfallslos. Das Mittelfeld mit Yunus Malli für den kranken Daniel Didavi auf der Zehner-Position konnte sich nur selten durchsetzen und Chancen erarbeiten. Auch mit dem später eingewechselten Divock Origi als zweite Spitze wurde es nicht besser. Als Kainz einen Konter über Max Kruse eiskalt abschloss war die Partie praktisch entschieden.    

Fotocredits: Carmen Jaspersen
(dpa)

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