Der 14. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Düsseldorf – Der 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga beginnt am Freitagabend mit dem Spiel Eintracht Frankfurt gegen Hertha BSC. Die weiteren Partien im Überblick:

Borussia Dortmund – Fortuna Düsseldorf (Samstag 15.30 Uhr)

SITUATION: Nach dem Sieg in Berlin hat sich die Situation um BVB-Trainer Favre ein wenig beruhigt. Dennoch benötigt der Tabellenfünfte dringend weitere Punkte.

STATISTIK: Mehr als 33 Jahre hat Fortuna in Dortmund nicht gewonnen, doch im Vorjahr gelang immerhin ein überraschender Heimsieg.

PERSONAL: Schmelzer, Delaney (beide verletzt) und Hummels (gesperrt) fehlen dem BVB, bei den Düsseldorfern sind Suttner, Sobottka, Stöger und der gesperrte Ayhan nicht dabei.

BESONDERES: Nicht Reus, nicht Hazard, nicht Götze – der beste Torjäger auf dem Feld am Samstag ist Fortuna-Stürmer Hennings, der mit zehn Treffern auf Rang drei der Torjägerliste steht.

Borussia Mönchengladbach – Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Borussia empfängt die Bayern als Spitzenreiter. Das gab es zuletzt in der Saison 1976/77. Der Rekordmeister steht besonders unter Druck. Verlieren die Gäste, wächst der Abstand auf Gladbach bereits auf sieben Punkte.

STATISTIK: Bei keinem anderen Bundesliga-Club verlor der FC Bayern so oft wie in Mönchengladbach. Die Borussia gewann bereits 20 Heimspiele gegen den FC Bayern.

PERSONAL: Bei Borussia wird es Härtefälle geben. Alle Spieler sind fit. Beim FC Bayern fehlen die beiden langzeitverletzten Abwehrspieler Süle und Hernandez.

BESONDERES: Als die Borussia vor 43 Jahren zum bislang letzten Mal ein Heimspiel als Spitzenreiter gegen die Bayern gewann, wurde sie am Ende auch deutscher Meister.

SC Freiburg – VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Beide Clubs spielen eine für ihre Verhältnisse sehr gute Saison. Freiburg war seit Einführung der Drei-Punkte-Regel nie besser als derzeit, Wolfsburg hatte zu diesem Zeitpunkt der Saison zuletzt vor vier Jahren bereits 20 Punkte auf dem Konto.

PERSONAL: Bei Freiburg steht erneut Flekken im Tor, Grifo ist gesperrt, Gondorf hat einen Infekt. Waldschmidt fehlt ebenfalls. Wolfsburg hat Tisserand nach Sperre wieder zur Verfügung.

STATISTIK: Der VfL ist in Freiburg seit sechs Spielen ungeschlagen und gewann die vergangenen fünf. Trainer Streich verlor zudem nur gegen Borussia Dortmund häufiger als gegen die Wölfe.

BESONDERES: Trotz zuletzt vier (Freiburg) und drei (Wolfsburg) Gegentoren zählen beide Mannschaften zu den defensivstärksten der Liga. Keine Mannschaft hat zu Hause weniger Treffer kassiert als der Sport-Club, auswärts steht Wolfsburg in dieser Kategorie auf Platz eins.

FC Augsburg – FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Nach einem verpatzten Herbst kamen beide Team jüngst in Schwung: Augsburg holte sieben Punkte aus drei Spielen, Mainz gewann beide Partien unter Neu-Coach Beierlorzer.

STATISTIK: Bundesliga-Duelle der beiden Teams versprechen Action: In 16 Spielen gab es nur drei Remis, kein 0:0 und insgesamt 49 Tore.

PERSONAL: Augsburg fehlen die verletzten Finnbogason und Framberger sowie der gesperrte Hahn, dafür ist Richter fit. Mainz hat keine Ausfälle; erwartet wird die Startelf des 2:1 gegen Frankfurt.

BESONDERES: FCA-Trainer Schmidt trifft auf seinen Ex-Club. Mit Mainz blieb er gegen Augsburg in fünf Spielen ungeschlagen und sorgte für die bislang zwei einzigen Auswärtssieg des FSV bei den Schwaben.

RB Leipzig – TSG 1899 Hoffenheim (Samstag 15.30 Uhr)

SITUATION: Leipzig muss gewinnen, um die Tabellenführung zu übernehmen – und gleichzeitig darauf hoffen, dass Gladbach nicht gewinnt. Hoffenheims Aufwärtstrend war zuletzt durch ein Remis gegen Düsseldorf und eine Niederlage gegen Mainz gestoppt worden.

STATISTIK: Bis auf zwei deftige Ausrutscher gab es für RB gegen Hoffenheim fast immer was zu holen. Von sieben Duellen in Liga und Pokal gewann Leipzig drei, holte zudem zwei Unentschieden. Nur in der Saison 2017/18 war der Wurm drin. Einem 0:4 in Hoffenheim folgte ein 2:5 zu Hause.

PERSONAL: Bei Leipzig stehen Halstenberg und Poulsen wieder zur Verfügung, die Personalsituation ist insgesamt entspannter. Hoffenheim muss dagegen auf Rudy (Gelbsperre) und womöglich auf die angeschlagenen Verteidiger Vogt und Hübner verzichten.

BESONDERES: Für Nagelsmann ist es das erste Wiedersehen mit Hoffenheim und seinem ehemaligen Assistenten Schreuder. Der Leipzig-Coach hatte neun Jahre in Hoffenheim gearbeitet.

Bayer Leverkusen – FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Bayer liegt nur drei Punkt hinter dem Tabellendritten und kann sich mit einem Sieg wieder auf die Europapokalplätze vorarbeiten.

STATISTIK: Die seit vier Bundesliga-Heimspielen sieglosen Leverkusener haben gegen Schalke zuletzt vor fünf Jahren ein Heimspiel gewonnen. Die Revier-Elf hingegen ist seit fünf Ligaspielen unbesiegt.

PERSONAL: Havertz kehrt bei Bayer zurück, Tah (gesperrt) und Weiser (verletzt) fallen aus. Schalke muss auf die Defensivspieler Stambouli, Sané und Schöpf verzichten.

BESONDERES: In den vergangenen neun Begegnungen zwischen den beiden Teams gab es keinen Heimsieg.

1. FC Union Berlin – 1. FC Köln (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Vor dem Wiedersehen der beiden ehemaligen Zweitligisten hat Union doppelt so viele Punkte wie Köln, das auch schon den Trainer wechselte. Als Favorit sieht Union-Coach Fischer sein Team aber nicht.

STATISTIK: An der Alten Försterei sind die Berliner auch in ihrem ersten Bundesligajahr eine Macht: Vier Siege, darunter gegen Dortmund und Mönchengladbach, zuletzt drei in Serie. Köln wertete das 1:1 zuletzt gegen Augsburg nach vier Niederlagen als Erfolg.

PERSONAL: Berlin hat keine neuen Ausfälle zu verzeichnen. Köln muss auf die gesperrten Hector und Czichos verzichten.

BESONDERES: Auf alkoholhaltiges Bier im Stadion an der Alten Försterei müssen die Fans verzichten. Darauf hatten sich beide Vereine bei den Sicherheits-Beratungen geeinigt.

Werder Bremen – SC Paderborn (Sonntag 18.00 Uhr)

SITUATION: Werder beendete seinen Negativlauf durch einen 3:2-Erfolg in Wolfsburg. Bundesliga-Schlusslicht Paderborn verlor dagegen trotz Aufholjagd gegen RB Leipzig mit 2:3.

STATISTIK: Beide Teams treffen gerne früh. Mit jeweils sechs Toren in der Anfangsviertelstunde führen sie gemeinsam mit dem FC Bayern die Liga an.

PERSONAL: Werder-Kapitän Moisander dürfte nach Verletzungspause sein Comeback feiern. Paderborn kann in Bestbesetzung antreten.

BESONDERES: Werder-Trainer Kohfeldt hat keine guten Erinnerungen an Paderborn und seinen Kollegen Baumgart. Im Oktober 2017 kassierte er in der 3. Liga als Coach der Bremer U23 eine 1:7-Pleite.

Fotocredits: Bernd Thissen
(dpa)

(dpa)
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