Der 15. Spieltag im Telegramm

Düsseldorf – Die deutsche Presse-Agentur blickt auf den 15. Spieltag.

Borussia Dortmund – Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der BVB ist auf Platz sechs abgerutscht. Der Tabellen-17. Bremen fand wieder Anschluss an die Nicht-Abstiegsränge.

PERSONAL: Die Borussia hat ohnehin viele Verletzte, nun fallen auch Philipp und Castro aus. Aubameyang kehrt nach einer Sperre zurück. Bei Bremen fehlt Johannsson (Knie), Caldirola könnte zurückkehren.

STATISTIK: Bremen ist auswärts in dieser Saison noch ohne Sieg und gewann in Dortmund letztmals im April 2007. Dortmund gewann die zurückliegenden zehn Heimspiele gegen Werder, wartet aber seit sieben Partien auf einen Dreier. Nur Köln war in dieser Zeit schlechter.

BESONDERES: BVB-Torjäger Aubameyang erzielte zwei Saisontreffer mehr (11) als das gesamte Werder-Team (9).

RB Leipzig – FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Die Leipziger wollen nach dem Aus in der Champions League ihren zweiten Platz festigen. Für Mainz geht es um Punkte und darum, den Abstand zu den Abstiegsrängen zu halten.

PERSONAL: Bei Leipzig fehlen Forsberg und Sabitzer verletzt. Auch der Einsatz von Keita und Bruma ist fraglich. Bei Mainz fehlt Abwehrchef Stefan Bell (Gelbsperre). Dafür ist Stürmer Muto wieder fit.

STATISTIK: Leipzig ist zu Hause noch ungeschlagen, holte fünf Siege und ein Remis. Mainz verlor die letzten beiden Spiele, gewann auswärts noch kein einziges Mal.

BESONDERES: Beide Teams trafen erst zweimal aufeinander. In der Vorsaison gewann Leipzig als Bundesliga-Debütant 3:2 in Mainz und 3:1 zu Hause.

Eintracht Frankfurt – Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Bayern kann in Frankfurt die Herbstmeisterschaft perfekt machen. Die Eintracht holte zuhause erst sieben Punkte. Mit einem Sieg würden die Münchner (13 Punkte) die Eintracht (15) von Platz eins der Auswärtstabelle verdrängen.

PERSONAL: Frankfurt muss auf Hasebe (Grippe) verzichten. Bei Bayern kann vermutlich Coman nach einer Muskelverletzung spielen. Coach Heynckes kündigte im Vergleich zum Spiel gegen Paris an, Müller, Jérôme Boateng, Martínez und Vidal in der Startelf aufzubieten.

STATISTIK: In den vergangenen beiden Heimspielen (0:0, 2:2) knüpften die Frankfurter dem FC Bayern jeweils einen Punkt ab. Beim letzten Gastspiel des Rekordmeisters glichen die Hessen zweimal aus – am Ende in Unterzahl.

BESONDERES: Erstmals seit drei Jahren spielen die Brüder Jérôme und Kevin-Prince Boateng wieder gegeneinander. Das letzte Duell des Bayern- und heutigen Eintracht-Profis ging im Februar 2015 1:1 aus. Kevin-Prince spielte damals für Schalke.

Hamburger SV – VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Die Hamburger haben gegen Wolfsburg und am Dienstag gegen Frankfurt zwei Heimspiele vor der Brust und wollen sich aus der Gefahrenzone entfernen. Mit einem Dreier gegen Wolfsburg würden sie mit dem VfL (17) zudem nach Punkten gleichziehen.

PERSONAL: HSV-Coach Gisdol hat bis auf den Langzeitverletzten Müller alle Leistungsträger an Bord. Beim VfL ist der Einsatz der erkrankten Tisserand und Itter offen. Blaszczykowski und Camacho fehlen sicher.

STATISTIK: Die Heimbilanz des HSV gegen den VfL ist negativ: Sechs Siegen stehen sieben Niederlagen gegenüber, sieben Partien endeten unentschieden. Am Samstag will der HSV diese Bilanz ausgeglichen gestalten.

BESONDERES: Letztmals trafen beide Teams am 34. Spieltag der vorigen Saison aufeinander. Damals schaffte der HSV dank Waldschmidts Tor in der 88. Minute ein 2:1 und den direkten Klassenverbleib. Dagegen rutschte der VfL auf Rang 16 ab, rettete sich aber in der Relegation.

Borussia Mönchengladbach – Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Beide Teams haben Europacup-Ambitionen. Der Tabellen-Vierte Gladbach (24 Punkte) kann mit einem Sieg am Dritten aus Gelsenkirchen (25) vorbeiziehen.

PERSONAL: Gladbach hat große Personalsorgen, hofft aber auf die Rückkehr von Kramer (nach Schädelprellung). Schalke muss wieder ohne Goretzka (knöcherne Stressreaktion) auskommen, auch Schöpf fällt aus.

STATISTIK: Schalke verlor die letzten vier Auswärtsspiele in Mönchengladbach, ist aber seit acht Bundesligaspielen ungeschlagen.

BESONDERES: Gladbach kassierte bereits 25 Gegentore – so viele wie der Tabellen-16. Freiburg und nur zwei weniger als Schlusslicht Köln.

1. FC Köln – SC Freiburg (Sonntag, 13.30 Uhr)

SITUATION: Köln ist immer noch sieglos, hat mit drei Punkten die schlechteste Zwischenbilanz der Bundesliga-Historie. Freiburg weist zwar neun Zähler mehr auf, steckt als 16. aber auch im Abstiegskampf.

PERSONAL: Dem FC fehlt weiterhin rund ein Dutzend Spieler verletzt, Osako ist gesperrt. Freiburg hat keine neuen Verletzten zu beklagen.

STATISTIK: Köln hat zu Hause erst einen Punkt geholt, Freiburg auswärts ebenfalls, beides kurioserweise durch ein 0:0 gegen Bremen.

BESONDERES: Sollte Julian Schuster eingesetzt werden, würde er mit seinem 180. Bundesliga-Spiel auf Rang zwei der ewigen Freiburger Tabelle vorrücken.

Hannover 96 – 1899 Hoffenheim (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: 96 wartet seit vier Bundesliga-Spielen auf einen Sieg. Hoffenheim spielte am Donnerstag in der Europa League (1:1 gegen Razgrad), gewann in der Liga aber zuletzt 4:0 gegen RB Leipzig.

PERSONAL: Hannover bangt noch um den Einsatz von Anton (Knieverletzung). Die Gäste schonten im unbedeutenden Europa-League-Spiel am Donnerstag etliche Stammkräfte.

STATISTIK: Gegen kein Bundesliga-Team hat Hoffenheim eine bessere Bilanz: In den Duellen mit Hannover gab es in 16 Begegnungen zehn Siege und 32 Treffer. 

BESONDERES: 96-Profi Florian Hübner könnte erstmals in der Bundesliga auf seinen zwei Jahre älteren Bruder Benjamin (Hoffenheim) treffen. Vater der beiden ist Bruno Hübner (Sportdirektor Eintracht Frankfurt).

FC Augsburg – Hertha BSC (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Augsburg kann den Sprung in die Europacup-Ränge schaffen. Hertha will nicht noch weiter abrutschen.

PERSONAL: Bis auf den gesperrten Opare und den länger verletzten Thommy sind beim FCA alle fit. Offen ist, ob es bei Hertha die gegen Östersund fehlenden Kalou und Ersatztorwart Kraft in den Kader schaffen.

STATISTIK: Kaum ein Duell in der Bundesliga steht mehr für Torflaute als dieses: In zuletzt acht Spielen fielen insgesamt nur fünf Tore.

BESONDERES: Nur einmal hatte der FCA nach 14 Spieltagen mehr Punkte auf dem Konto als aktuell (22) – im Herbst 2014 waren es 24, und es reichte am Ende für einen Platz in der Europa League.

Fotocredits: Carmen Jaspersen
(dpa)

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